"Jugend forscht - Schüler experimentieren" in Rostock : Die Rettung kommt mit Luftblasen

Überall vernetzt: Maximilian Weißflog erleichtert  mit Spex – Smartphoneextending  – die Handybedienung. Fotos: Josefine Rosse
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Überall vernetzt: Maximilian Weißflog erleichtert mit Spex – Smartphoneextending – die Handybedienung. Fotos: Josefine Rosse

Fast 100 Nachwuchswissenschaftler haben ein Ziel: Beim 23. Landeswettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" mit der eigenen Idee überzeugen. Gestern wurden in der Stadthalle die besten Projekte ausgezeichnet.

svz.de von
20. März 2013, 08:06 Uhr

Südstadt | 45 Projekte, 98 Nachwuchswissenschaftler und ein Ziel: bei dem 23. Landeswettbewerb "Jugend forscht - Schüler experimentieren" mit der eigenen Idee zu begeistern. Gestern wurden in der Stadthalle die besten Projekte ausgezeichnet. Die Schüler stellten dort ihre Erfindungen und Neuentdeckungen auf den Gebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Physik sowie Technik vor.

Allein 33 der präsentierten Projekte kamen aus der Region Rostock. Inhaltlich beschäftigten sich viele Tüftler mit der Energiewende und der Umwelt. So auch Carlo Maßmann und Liam Kreutschmann von der Werkstattschule. Die beiden 18-Jährigen haben zwei Jahre lang daran gearbeitet, mit Hilfe von Luftblasen zur Rettung der Meeressäuger beizutragen. "Im Zuge der Energiewende wird immer häufiger auf Windenergie zurückgegriffen. Das Errichten von Offshore-Anlagen in der Ostsee birgt aber Gefahren für Meeresbewohner wie den Schweinswal. Das Einrammen des Fundamentes in die Erde erzeugt eine unerträgliche Lautstärke für sie. Wir haben herausgefunden, wie diese Lautstärke reduziert werden kann", erzählt Carlo.

Die jungen Forscher haben sich auf die Schallisolierung durch Blasenschleier konzentriert und mittels eines Modells herausgefunden, dass die kleinsten Blasen den größten Effekt erzielen. "Wir konnten die Lautstärke um rund 20 Dezibel reduzieren", so Carlo. "In Zukunft möchten wir an der praxisorientierten Umsetzung arbeiten. Unser Nachweis wartet schließlich auf Bestätigung." Das Interesse von Carlo und Liam an ihrem eigenen Projekt wurde gelobt. Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck betonte, wie wichtig es für alle Nachwuchsforscher sei, Neugier und Wissensdurst nicht zu verlieren: "Schon Albert Einstein sagte, dass er keine besondere Begabung habe, sondern einfach nur neugierig sei. Ich bin begeistert von den tollen Resultaten, den vielen Einsendungen, den guten Gedanken und der großen Neugierde. Ich bin stolz auf die Forschung in Rostock."

Gut geforscht haben auch Elisabeth Bergfelder und Richard Kosub vom Christophorus-Gymnasium Rostock. Die beiden Schüler haben sich mit Programmierung, Regelungs- und Sensortechnik sowie der Elektromobilität beschäftigt. Entstanden ist dabei am Ende ein Einrad, das selbstständig das Gleichgewicht halten kann. "Wir haben es natürlich ausselbst probiert. Es funktioniert. Nun gilt es, an der Weiterentwicklung zu feilen. Jeder soll damit fahren können", sagt Richard. Eineinhalb Jahre haben die beiden an dem Projekt gearbeitet. Ihr Eifer wurde belohnt. In der Kategorie Technik gingen sie als Sieger hervor.

Nicht mit einem Projekt vertreten, aber dafür mit einem guten Ansatz im Kopf, waren Wiebke Kuhlmann und Lucas Winski vom Innerstädtischen Gymnasium. Beim Schüler-Science-Slam, der die "Jugend forscht"-Veranstaltung ergänzte, erhielten sie mit ihrer Idee der Energieumverteilung mittels Laser den größten Applaus.

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