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Schüler debattieren über Politik : Die Neuen der UN

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Balmun im ISG: Schüler initiieren politisches Rollenspiel und werden zu Delegierten

von
erstellt am 29.Mai.2016 | 09:00 Uhr

„Ich habe das Gefühl, ich bin der schlecht angezogenste Mann der Konferenz.“ Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) überblickt die Reihen. „Ich habe einige Erfahrungen mit Konferenzen gesammelt, aber noch nie so gut gekleidete Menschen gesehen.“ Er lacht. „Aber glücklicherweise geht es hier nicht um Mode, sondern um Politik“, sagt er gestern bei der Eröffnung der neunten Balmun-Konferenz im Innerstädtischen Gymnasium (ISG) Rostock.

Bei dieser schlüpfen Schüler ab 13 Jahren in die Rolle von Delegierten der Vereinten Nationen und debattieren in simulierten Sitzungen über gesellschaftlich relevante Fragen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf den Themen Individualität und Integration. Johannes Schmidt, der den Hut für die diesjährige Konferenz aufhat, erklärt warum: „Wir haben alle erlebt, wie im vergangenen Jahr zahlreiche Flüchtlinge in Rostock ankamen. Viele von ihnen wollten weiter nach Schweden, andere sind geblieben.“ Da Europa den Eindruck vermittle, mit dem Flüchtlingsdiskurs überfordert zu sein, wolle nun die Jugend frische Impulse liefern. „Wir wollen eine offene, tolerante Geisteshaltung entwickeln und dabei helfen, große Probleme zu lösen“, erklärt Johannes, der selbst bereits an sechs nachgespielten Konferenzen teilgenommen hat. „Am Ende einigen wir uns auf eine Resolution, die durch UN-Jugend-Delegierte an die richtige UN herangetragen wird“, so der Abiturient.

160 Delegierte beteiligen sich in diesem Jahr an Balmun. Sie kommen aus insgesamt 15 Nationen, unter anderem aus den USA, Brasilien und Russland. „Balmun ist eine schöne Gelegenheit, ein Gespür dafür zu bekommen, wie Politik funktioniert“, findet Johannes.

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