Die Ludolfs lassen Sanitz hängen

Peter, Manni und Uwe von den Ludolfs, dazwischen Enrico Ammerbacher, der die Ludolfs einlud. Foto: Sara Miebach
Peter, Manni und Uwe von den Ludolfs, dazwischen Enrico Ammerbacher, der die Ludolfs einlud. Foto: Sara Miebach

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24. Juli 2012, 09:44 Uhr

Sanitz | Sie hatten gehofft, dass es eine Partnerschaft für die Ewigkeit wird. Schließlich fing 2009 alles so gut an mit der Zusammenarbeit zwischen den Ludolfs, den aus dem Fernsehen bekannten Schrottplatz-Brüdern, und dem Motorsportclub (MC) Hansa Rostock. Der Verein taufte 2009 sogar sein Gelände, die Wendland-Arena in Sanitz, auf den Namen der Brüder, die zur Einweihung persönlich anwesend waren und zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Nachdem sie drei Jahre lang jede Saison vorbeigeschaut hatten, folgt nun die Absage für 2012. "Ich habe das Gefühl, die nehmen ihre Ehrenmitgliedschaft gar nicht mehr richtig ernst, sind dem Verein gar nicht mehr richtig verbunden", sagt Arno Artz, Vorsitzender vom MC Hansa Rostock, bedauernd. Seine Anfragen beim Management der berühmten Brüder verliefen erfolglos. "Das kostet allein 4000 Euro für eine Autogrammstunde. Uns wurde zwar ein Sonderpreis angeboten, wir sollten nur die Hälfte zahlen, aber auch das ist für den Verein einfach viel zu viel", sagt Artz.

Bisher seien die drei Schrauber aus dem Westerwald, Günther starb 2011 an den Folgen eines Herzinfarktes, immer ohne Gage nach Sanitz gekommen. "Wir haben ihnen die Unterkunft und die Fahrt bezahlt", sagt der Vereinsvorsitzende, dem die Enttäuschung anzumerken ist. Kommendes Wochenende findet in der Ludolf-Arena das zweite von drei Stockcar-Renn-Wochenenden der Saison statt.

Und auch wenn die Namensgeber diesmal nicht persönlich vorbeischauen, sei das Teilnehmerinteresse ungebrochen. "Die weiteste Anreise haben Starter aus Norwegen, auch Berliner sind dabei", so Artz. Die Rennen starten am Sonnabend gegen 10 Uhr und laufen bis zirka 16 Uhr. "Los geht es mit der Trabant-Klasse, 26 PS Junior. Dann geht es hoch bis 140 PS Allrad", so Artz. Im Anschluss kämen Teilnehmer und Besucher zu Benzingesprächen zusammen. Für Neugierige besteht die Möglichkeit, sich das Fahrerlager anzuschauen oder auch einmal selbst mit einem Stockcar zu fahren. Bei dieser Art von Rennen kommen Autos zum Einsatz, die im Straßenverkehr nicht mehr zugelassen sind. Drängeleien und Kollisionen sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Und gewonnen hat, wer am längsten fahrtüchtig ist. Nach den Rennen am Sonnabend wird in der Ludolf-Arena abends bei einer Disco das Tanzbein geschwungen. Für Sonntag, 29. Juli, ist der Rennstart auf 9 Uhr festgesetzt, die Siegerehrung wird gegen 16 Uhr geplant. Zuschauer sind laut Artz an beiden Tagen willkommen.

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