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germanisten als NNN-Autoren : Die Literatour Nord beginnt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Studenten beschäftigen sich mit Neuerscheinungen und schreiben Rezensionen / Sechs Lesungen bis Februar

von
erstellt am 20.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Bei der Literatour Nord betreten Studenten regelmäßig wissenschaftliches Neuland. Denn die Bücher, die sie im begleitenden Seminar von Prof. Lutz Hagestedt betrachten, hat bisher noch keiner untersucht. Es gibt keine Sekundärliteratur, keine Stimmen, an denen sich die angehenden Germanisten orientieren könnten.

Gerade das reizt Steffie Krauß. „Das ist ein bisschen wie ein anspruchsvoller Lesekreis von Akademikern“, sagt die Studentin. Auf der Leseliste stehen Alina Bronsky, Ulrich Schacht, Ulrich Peltzer, Ilja Trojanow, Alban Nikolai Herbst und Judith Kuckart mit ihren neuesten Arbeiten. Die Studenten sollen sie wissenschaftlich untersuchen. Außerdem gehören Pro- und Contra-Rezensionen, die dann in den NNN veröffentlicht werden, zum Anforderungskatalog. „Das ist der Praxiseffekt des Seminars“, sagt Hagestedt.

Für die Studenten gibt es aber noch mehr Anreize, bei der mittlerweile sechsten Literatour Nord dabei zu sein. „Ich freue mich darauf, die Autoren kennenzulernen“, sagt Riccardo Kipar. Alle an dem Wettbewerb um den mit 10 000 Euro dotierten Preis teilnehmenden Schriftsteller kommen zu einer Lesung nach Rostock. Die wird in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Rostock und der Anderen Buchhandlung organisiert. Die Studenten holen zusammen mit ihrem Professor die Autoren vom Bahnhof ab, führen sie durch die Stadt und zum Essen aus. Eine gute Gelegenheit für Gespräche, sagt Hagestedt. Und was sonst in der Literaturwissenschaft nicht erlaubt ist – zu fragen, was der Autor mit seinem Text sagen wollte –, darf hier gern einmal geschehen.

„Ich mag die Art von Prof. Hagestedt“, sagt Riccardo Kipar. „Aber bisher haben wir immer romantische Literatur behandelt.“ Genau wie seine Kommilitonin Steffie Krauß freut er sich auf den aktuellen Lesestoff. „Ich belege das Seminar auch, weil ich mich ein bisschen dazu zwingen möchte, Gegenwartsliteratur zu lesen“, sagt die Studentin, die das Literatour-Seminar vor drei Jahren schon einmal mitgemacht hat.

Wer übrigens wie die Studenten alle sechs Lesungen besucht, darf seine Stimme in der Publikumsbewertung abgeben.

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