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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 03:55 Uhr

Südstadtklinik : Die Jüngste hat das Sagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

26 Jahre und schon Stationsschwester: Alin Zinn und ihre Kollegen kümmern sich um die Patienten der Rheumatologie

von
erstellt am 09.Jul.2015 | 12:00 Uhr

Es ist morgens um 6 Uhr. Für Alin Zinn beginnt ihre Schicht. Sie arbeitet seit fünf Jahren auf der Rheumatologischen Station des Klinikums Südstadt. Seit August 2014 ist die 26-jährige Stationsschwester – die jüngste im ganzen Haus. „Das hat sich so ergeben“, sagt sie. „Anfangs war das eine große Herausforderung, aber man wächst mit seinen Aufgaben.“

Als Stationsschwester ist Zinn nur im Frühdienst tätig. Sie schreibt die Dienstpläne, koordiniert die Urlaubsplanung und erstellt jeden Morgen eine Übersicht über geplante Patienten-Entlassungen und Neuzugänge auf Station. „Ich versuche die Bettenbelegung so zu gestalten, dass die Patienten zueinander passen“, verrät sie. Der Patientenkontakt sei ihr wichtig. Dabei ginge es nicht nur darum, den rheumatologisch Erkrankten bei der Hygiene zu helfen, sondern auch darum, ihnen zuzuhören. „Die Patienten bei uns auf Station leiden oft schon jahrelang unter ihren Schmerzen. Häufig sind ihre Gelenke deformiert. Sie brauchen sehr viel Zuwendung“, erklärt Alin Zinn. „Indem wir die Patienten beobachten und mit ihnen reden, können wir den Ärzten Hinweise geben. Bei der Visite trauen sich unsere Patienten oft nicht zu sagen, wie gut sie aus dem Bett kommen oder wo sie überall Schmerzen haben.“ Vor allem im Winter hätten zahlreiche Rheumapatienten große Schwierigkeiten. „Die Gelenke sind Kälte empfindlich“, erklärt Zinn. „70 Prozent leiden aber auch an einer Morgensteife. Das Aufstehen fällt ihnen schwer.“

In der Regel bleiben die Patienten drei bis fünf Tage auf Station. Ausnahmen bilden diejenigen, die an einer Komplextherapie teilnehmen. „Die Komplextherapien richten sich in erster Linie an Patienten aus dem Umland. Die Rostocker selbst kommen zur Behandlung in unsere Tagesklinik“, sagt Schwester Alin. „Der Vorteil ist, dass die Patienten nicht nur ihre Anwendungen, sondern nebenbei auch eine medikamentöse Therapie bekommen.“

Neben ihrer Arbeit als Stationsschwester ist Alin Zinn auch Praxisanleiterin. „Wir haben ständig Azubis auf Station. Ich lerne sie an, überprüfe ihre Arbeit und beurteile sie“, so die 26-Jährige. „Wer von der Inneren Medizin begeistert ist, kann am Ende auch seine Prüfung bei uns ablegen.“

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