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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 08:22 Uhr

Gaben der Hoffnung : Die 10 000 Euro sind geknackt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hilfe für Obdachlose: Überwältigendes Ergebnis bei der Spendenaktion der Stadtmission und der NNN

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 20:55 Uhr

10 313 Euro – so viel Geld ist in diesem Jahr bei der Aktion „Gaben der Hoffnung“ zusammengekommen. Dank der Spendenbereitschaft der Leser der Norddeutschen Neuesten Nachrichten und der Mitglieder des Round Tables kann die Obdachlosenhilfe der Rostocker Stadtmission weiter kräftig unterstützt werden. Vor allem die Betreuungseinrichtung im Hawermannweg soll von den Spenden profitieren. Dort sind bis zu 150 Menschen untergebracht, die keinen festen Wohnsitz haben. Die Stadtmission gibt ihnen das, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist: einen sicheren Schlafplatz, warmes Essen und medizinische Versorgung. „Gerade in den Wintermonaten sind die Obdachlosen täglichen Überlebenskämpfen ausgesetzt. Wir geben ihnen eine Zuflucht“, sagt Rolf Gauck von der Rostocker Stadtmission. Er betont auch, wie wichtig es ist, sich für Obdachlose einzusetzen: „Jeder Mensch, der draußen erfriert, ist einer zu viel.“

Besonders tragisch: Erst vergangenen Freitag ist in Rostock erneut ein Obdachloser tot aufgefunden worden. Der 72-jährige Mann wurde in einem Straßenbahn-Wartehäuschen am Steintor entdeckt. Er war einfach eingeschlafen – 500 Meter vom Nachtasyl entfernt. „Der Fall berührt uns sehr“, sagt Hartwig Vogt, Leiter der Einrichtung im Hawermannweg. „Wir kannten den Mann. Er hat 20 Jahre lang auf der Straße gelebt. Ob er erfroren ist, ist noch nicht sicher.“ Der 72-Jährige sei regelmäßig ins Nachtasyl gegangen. Er war sogar schon einmal im Hawermannweg untergebracht. „Das ist ein sehr tragischer Fall, der uns daran erinnert, dass es auch in unserer Stadt obdachlose Menschen gibt“, betont Rolf Gauck.

Umso größer ist die Freude darüber, dass durch „Gaben der Hoffnung“ mehr als 10 000 Euro in Projekte der Unterbringungseinrichtung fließen können. „Das Geld ist dafür da, die Holz- und Fahrradwerkstatt auszustatten. Wenn unsere Bewohner merken, dass sie mit ihren eigenen Händen etwas schaffen können, gibt es ihnen Selbstwertgefühl“, so Rolf Gauck.

2500 Euro der gesammelten Spenden wurden durch den Round Table zusammengebracht. Der Verbindung junger Männer hat an den vier Adventstagen im Dezember Heißgetränke in der Stadt verkauft. „Die Spendenbereitschaft war enorm. Einige haben einfach so Geld gegeben, weil Sie helfen wollten“, erinnert sich Lukas Köpfel vom Round Table. Und auch Hartwig Vogt ist begeistert: „Ich bin einfach überwältigt und zutiefst beeindruckt. Das ist ein riesiges Geschenk.“

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