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Ein Hauch von Arabien : Dhau schwimmt bald auf Warnow

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Verein Likedeeler besitzt seit der IGA 2003 eine Dhau aus Dubai. Jetzt wird sie wieder seetauglich gemacht.

Ein Hauch von Arabien am Warnowufer: Wer zurzeit in der Nähe des Jugendschiffs „Likedeeler“ unterwegs ist, kann eine auf dem Trockenen liegende arabische Dhau bestaunen. Das fremdländische Segelschiff ist Eigentum des Fördervereins Likedeeler und wird gerade restauriert. „Bis Anfang Mai soll das Schiff wieder seetüchtig sein, danach wird es für Ausfahrten zum Beispiel mit Arbeitsgemeinschaften oder Schulklassen genutzt werden“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Wolfdietrich Barmwoldt. Er und die anderen Vereinsmitglieder sind stolz auf den Besitz des besonderen Kahns: „Das ist wahrscheinlich die einzige Dhau Deutschlands“, so Barmwoldt.

Der Schiffstyp – je nach Schreibweise Dau oder Dhau – wurde wahrscheinlich vor fast 2000 Jahren in Indien erfunden, von wo aus er sich über den Indischen Ozean nach Arabien, Ostafrika und ins Mittelmeer ausbreitete. Er wurde und wird vor allem von Fischern und Perlentauchern benutzt.

Das in Schmarl auf dem Trockenen liegende Exemplar war 2003 innerhalb der Internationalen Gartenausstellung (IGA) über Hamburg nach Rostock gebracht worden, wo es ein Teil der Dubai-Ausstellung war. Gebaut wurde es in Abu Dhabi, wann genau ist allerdings bis heute unklar. „Wahrscheinlich ist es etwa 20 bis 30 Jahre alt“, meint Barmwoldt. Die Dhau wurde dem Verein von seinem vorherigen Besitzer, einem Scheich, geschenkt. Ihr Name: „Al Adida“ – „Die Eiserne“.

Restauriert wird das trotz seines Namens komplett aus Holz bestehende Schiff von den Bootsbauern Jens Lochmann und Josephine Lemke mit Unterstützung von Ehrenamtlichen des Vereins Likedeeler und Bürgerarbeitern vom Jobcenter. „Dhaus sind aus Teakholz gebaut, was sehr hart, aber auch sehr teuer ist“, sagt Lemke. „Deshalb haben wir viele Ausbesserungen mit Eichenholz vorgenommen, das ähnliche Eigenschaften hat.“ Viele Stellen sind vom norddeutschen Klima betroffen, das Schiff ist für viel Regen nicht gebaut. Trotzdem ist Josephine Lemke von der Dhau beeindruckt: „Das Schiff ist sehr fein und genau gearbeitet.“ Insgesamt wird die Restauration etwa 10 000 Euro kosten, finanzielle Unterstützung kommt von der Flick-Stiftung und dem Hafenamt.

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