zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 06:51 Uhr

Warnemünde : Deutsche Bahn stellt Umbau-Pläne vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zwischen 2018 und 2020 wird das Ostseebad zur Großbaustelle

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 21:32 Uhr

Zwischen 2018 und 2020 will die Deutsche Bahn in Warnemünde ein Mammutvorhaben stemmen. Dazu zählt der Umbau des Bahnhofes mit Rückbau des Fußgängertunnels und die Errichtung eines barrierefreien Ersatzweges. Am Bahnhof sind zwei neue Fernbahnsteige mit 370 Metern Länge und 13 neue Weichen geplant.

Dafür müssen Massen an Material bewegt werden, zum Beispiel 20 000 Kubikmeter Boden, weitere 20 000 Kubikmeter für den Einbau von Schutzschichten und 10 000 Tonnen Schotter. Außerdem werden 23 500 Meter Kabel und 7800 Meter Kettenwerk für die Oberleitung benötigt. Die Gleise werden neu verlegt, der darunter liegende Bahnkörper muss durch Schutzschichten verstärkt werden. Die Verbreiterung der Gleisanlagen über eine Länge von 180 Metern erfordert die seitliche Verschiebung der Straße Am Bahnhof. Dafür muss auch der Stromdurchlass um zehn Meter verlängert werden. Außerdem ist die Errichtung eines elektronischen Stellwerkes für den Steuerbereich Bramow – Marienehe vorgesehen. Dafür muss das alte Stellwerk B 1 weichen.

Während dieser Zeit wird der Eisenbahnverkehr bis Warnemünde aufrechterhalten. Der Bau am Personenbahnhof soll innerhalb einer sieben Monate dauernden Vollsperrung 2019/2020 erfolgen. „Allerdings planen wir keine Bautätigkeiten über den Jahreswechsel“, sagt Ingenieur Frank von Oppenkowski von DB Netze. Der S-Bahn-Verkehr bis Warnemünde Werft bleibt während der Vollsperrung erhalten. In diesem Zusammenhang mahnen Warnemündes Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) und Dieter Mergelkuhl (Grüne) aus dem Beirat Heide an, dass dann ein richtiger Ersatzverkehr für Markgrafenheide organisiert werden müsse. „Eine Instanz schiebt die Verantwortlichkeit der anderen zu“, sagen sie.

Um den Reisezugverkehr aufrechtzuerhalten, sind Nachtarbeiten nicht ganz auszuschließen. „Für die Baumaßnahmen wird ein Baulärmgutachten erstellt, das Bestandteil der Planfeststellung wird“, so von Oppenkowski. Es werden Minderungsmaßnahmen untersucht, wie alternative Bautechnologien. Der Anspruch auf Schallschutz wird nach einer sogenannten Schall 03-Berechnungsvorschrift ermittelt. Im Ergebnis wurden an verschiedenen Wohngebäuden Lärmpegelerhöhungen berechnet. Die Ergebnisse werden ausgewertet. Verbindliche Vorschläge für Lärmschutzmaßnahmen liegen noch noch nicht vor.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen