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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 00:48 Uhr

Unterhaltung : Der Zirkus ist da

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ob sibirische Tiger oder Erdmännchen – der Zirkus Probst ist für seine Tierdressuren bekannt. Ab Dienstag gibt es täglich zwei Vorstellungen.

von
erstellt am 03.Jun.2014 | 09:00 Uhr

Sie schnüren das Zirkus-Zelt, legen Strom- und Wasseranschlüsse, stellen Masten und Tierstallungen auf: 20 Mann haben gestern von 6.30 bis 16 Uhr den Zirkus Probst auftrittbereit gemacht. Nicht nur Zeltarbeiter Liviu Vlad aus Rumänien hat sich nach dem Verschnüren des Haupt-Zeltes wohl gleich eine kleine Pause verdient. Von heute bis nächsten Dienstag wird in der Werftstraße für bis zu 1800 Besucher pro Vorstellung ein buntes Programm geboten.

Neu dabei ist Kautschuk-Artist Juma aus Sansibar. Der Ostafrikaner bewegt sich schlangengleich – für den Zuschauer kaum zu glauben. „Das geht automatisch, tut nicht weh, sondern macht Spaß“, sagt der 18-Jährige. Mit fünf Jahren habe er mit dem Verbiegen begonnen. Bevor er zum Zirkus kam, hat er Hotel-Gäste mit seinem gummigleichen Körper fasziniert – bis Probst über eine Agentur auf das Ausnahme-Talent aufmerksam wurde.

Mitinhaberin Mercedes Probst (52) bezeichnet den Zirkus mit seinen 100 Tieren und rund 80 Mitwirkenden aus acht Nationen als „rollende Fabrik“. Ihren zwei Töchtern hat sie die Leidenschaft weitergegeben: Die gelernte Pferdewirtin Alexandra tritt neben Ponys und Ziegen mit sechs andalusischen Hengsten auf. Und Luftakrobatin Jessika schwebt an zwei seidenen Tüchern über der Manege. Auch die neunjährige Enkelin Lee-Ann zeige bereits Interesse für den Zirkus.

Eine weitere Spezialität des Zirkus sind die sieben sibirischen Tiger unter Anleitung von Zirkus-Gründer Rüdiger Probst. „Die Tiere springen zum Beispiel durch einen Lichtstreifen“, verrät Moderator Jan Bühring (30) eine Nummer. Neben den Tigern werden Kamele, Lamas, Steppen-Zebras, Watussi-Rinder und seltene Elenantilopen präsentiert. Sogar fünf Erdmännchen gehören dazu, drei davon wurden erst dieses Jahr geboren. Alexandra Probst will versuchen, diese kleinen Tiere zu dressieren, „weil das sonst kein Zirkus macht“, so die 25-Jährige. Bisher können interessierte Zuschauer Souvenir-Fotos von sich und einem Erdmännchen machen lassen.

Neun Monate am Stück ist das Zirkus-Team gemeinsam unterwegs. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt Bühring. Der Mecklenburger ist nun nicht mehr bis zu 40-mal im Jahr Zirkus-Besucher, sondern ist selbst Teil der großen Familie.

Am 11. Juni steigt Vlad wieder auf die 17 Meter hohen Zelt-Masten, denn dann zieht der Tross weiter nach Güstrow, wo das vielfältige Spiel von Neuem beginnt.

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