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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 05:54 Uhr

Kultur : Der Verein für das besondere Kino

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

100 Rocine-Mitglieder unterstützen das Lichtspieltheater Wundervoll (Liwu) – mit Spenden, organisatorisch und sogar inhaltlich.

svz.de von
erstellt am 26.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Warum braucht der Verein Ro-cine für sein Lichtspieltheater Wundervoll einen speziellen Förderverein? – „Die Existenz des aus dem Mensa-Filmklub heraus 1993 entstandenen Lichtspieltheaters Wundervoll (Liwu) stand angesichts immer weniger werdender Fördermittel vor etwa 15 Jahren auf der Kippe. Fans des Kinos, zu denen ich seit Anfang an gehöre, wollten das Aus nicht zulassen“, sagt Jörg Radomski. „Deshalb gründeten wir unseren Förderverein, der finanzielle, moralische und organisatorische Unterstützung gibt und dem heute rund 100 Mitglieder angehören“, so der langjährige Stellvertreter, der seit drei Jahren Vereinsvorsitzender ist. Stellvertretende Vorsitzende ist nun Ingrid Werz und Detlef Weise der Schatzmeister.

Jörg Radomski freut sich, dass es über die Jahre gelungen ist, das nicht kommerzielle Kino in Rostock zu erhalten. „Dafür haben wir eine Lobby geschaffen. Und wir haben Spender gewonnen und Fördermittel eingeworben, sodass wir beispielsweise die Entwicklung des vor zwei Jahren eröffneten Kinos in der Frieda 23 beratend begleiten und unterstützen konnten“, sagt der 48-jährige Ingenieur für Elektrotechnik, der seit fast 20 Jahren an der Rostocker Universität als technischer Mitarbeiter im Küstenwasserbau tätig ist. Neben dieser großen Umzugs- und Neueröffnungsaktion hat sich der Förderverein auch um viele Kleinigkeiten wie beispielsweise die Finanzierung eines Türstoppers oder eines Handlaufs gekümmert. „Manchmal geben wir auch inhaltliche Unterstützung. So hat das Liwu uns 2003 die Sonntagsmatinee anvertraut. Im Jahr darauf haben wir die erste derartige Veranstaltung passend zum Film landestypisch gestaltet“, erinnert sich Jörg Radomski. Aktiv dabei war der Verein kürzlich auch bei einer Veranstaltung anlässlich der Aufführung der Neuverfilmung von Timm Thaler. „Wir haben einen kleinen Imbiss vorbereitet. Das ist bei Klein und Groß gut angekommen“, sagt der Vorsitzende, der sich mit dem siebenköpfigen erweiterten Vereinsvorstand regelmäßig trifft, um Aktionen und Vorhaben abzustimmen.

„Aktuell denken wir an die Förderung eines neuen Web-Auftritts und eines Begrüßungsfilms, der in den beiden Liwu.-Spielstätten im Metropol und in der Frieda 23 vor jedem Film gezeigt werden kann. Aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden wollen wir auch die Stelle eines Praktikanten finanzieren. Dessen Aufgabe soll es sein, Filme zu sichten, sodass wir anlässlich des Stadtjubiläums mit einem Rostock-Streifen überraschen können“, nennt Jörg Radomski weitere Vorhaben.

Zudem sei der Verein stets auf der Suche nach weiteren Mitstreitern, die sich aktiv und mit vielen neuen Ideen einbringen wollen. „Es geht uns nicht um übliches Kino. Vielmehr stehen Filme im Fokus, die der Zuschauer anderswo nicht oder selten sieht. Wir wollen hier auch ausgefallenen Dingen Raum geben, besondere Themen aufgreifen, Diskussionen entfachen und Gespräche führen“, sagt der Rostocker. Zudem unterstütze man auch andere Vereine, die die beiden Spielstätten nutzen, um sich beispielsweise Streifen zu historischen, politischen oder ökologischen Themen anzuschauen.


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