Purkshof : Der Traum vom Fliegen

Alte Fotos aus dem Jahr 1955 zeigen die Fluganfänge des Rostockers Willi Schmidt. Viele ehemalige Mitglieder der Fliegerclubs sind darauf ebenso zu erkennen wie der Rentner selbst.
1 von 2
Alte Fotos aus dem Jahr 1955 zeigen die Fluganfänge des Rostockers Willi Schmidt. Viele ehemalige Mitglieder der Fliegerclubs sind darauf ebenso zu erkennen wie der Rentner selbst.

Segelverein bietet einen Blick hinter die Kulissen / Nachwuchssuche steht an erster Stelle

23-63014271_23-66110652_1416397713.JPG von
23. März 2015, 10:00 Uhr

Daniel träumt bereits seit frühesten Kindheitstagen davon, als Pilot über den Wolken zu schweben. Dafür übt der 13-Jährige schon jetzt eifrig im Simulator. Seinem Wunsch ein ganzes Stück näher ist der Rostocker am Wochenende beim Tag der offenen Tür des Segelfliegerclubs (FCR) in Purkshof bei Mönchhagen gekommen. Hier durfte der Schüler nicht nur Probesitzen, auch den Aufnahmeantrag füllte er gemeinsam mit Mutti Jenny Bierlich noch vor Ort aus. Im April folgen die ersten Theoriestunden auf dem Weg zum Flugschein.

„Ab 14 Jahren darf man einen Segelflieger alleine steuern, die Ausbildung ist schon vorher möglich“, sagt Stefan Tonk, Vorstandsmitglied beim FCR. Auf dem Platz in Purkshof unterhalten die 190 Mitglieder Segelflieger sowie einige Motorsegler und Schleppflugzeuge. „Mit dem Tag der offenen Tür suchen wir nun gezielt nach Nachwuchs“, so Tonk. Und das erfolgreich, wie das Beispiel Daniel zeigt: Ein wenig mulmig zumute sei ihr schon, wenn ihr Sohn bald mit der 370 Kilogramm schweren Maschine aus Glasfaserkunststoff abhebt, gibt Jenny Bierlich zu. Dennoch unterstützt sie die Entscheidung des 13-Jährigen, der häufig Stunden am Flughafen Laage verbringt und die Maschinen beim Starten und Landen beobachtet. „Die Freiheit über den Wolken ist der Grund für meinen Berufswunsch“, sagt Daniel.

Die hat Rentner Willi Schmidt bereits vor Jahren selbst erlebt. 1955 machte er seine Ausbildung in Purkshof, war begeisterter Segelflieger. Obwohl er gut 30 Jahre nicht mehr im Cockpit saß, war der Rostocker schon nach wenigen Augenblicken wieder Feuer und Flamme. Davon ließ sich auch Ehefrau Petra anstecken, die sich prompt an den Steuerknüppel setzte und sich von Jens Middelborg das Instrumentenbrett und die Anzeigen erklären ließ.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen