Der Titel ist zum Greifen nah

Vorbereitung ist das A und O: Isabelle Nebe und  David Louis saugen Wissen über  Geografie und Geschichtsfragen auf. Foto: JoRo
Vorbereitung ist das A und O: Isabelle Nebe und David Louis saugen Wissen über Geografie und Geschichtsfragen auf. Foto: JoRo

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03. Mai 2013, 08:04 Uhr

Gartenstadt | Sie haben gezittert, gebangt und Stoßgebete zum Himmel geschickt - die Schüler der 7e der Rostocker Christophorusschule. Gestern kämpften sie im Wochenfinale der TV-Show "Die beste Klasse Deutschlands" um den Einzug in die Endrunde. "Es war wie im Krimi, der pure Nervenkitzel", sagt Isabelle Nebe. Die 13-Jährige hat nach dem ersten Fragedurchlauf nicht mehr mit dem Einzug ins Superfinale gerechnet. "Wir lagen mit unseren ersten beiden Antworten daneben. Doch mit der dritten Frage konnten wir durchstarten." Die Schüler haben gekämpft, mit rauchenden Köpfen und viel Wissen konnten sie ihre Gegner ausstechen. Vor allem Geografie-, Geschichts- und Physikfragen wurden gestellt. Drei Klassen standen mit der 7e im Wochenfinale. "Die Stimmung war toll, wir haben alles gegeben. Als wir dann gewonnen haben, war das ein irres Gefühl. Es ist genial, so viele Klassen hinter sich zu lassen", erzählt Isabelle.

In der Endrunde ist Teamgeist gefragt

Rund 1500 sechste und siebte Klassen aus ganz Deutschland hatten sich für den Wettbewerb beworben, darunter lediglich zwei aus Mecklenburg-Vorpommern. "Die Schweriner sind im Wochenfinale ausgeschieden", berichtet David Louis. "Wichtig ist bei der Sendung der Zusammenhalt. Wir sind durch die Show noch mehr zu einer Gemeinschaft geworden." Und auch zu kleinen Stars in der Schule. Schon nach der Ausstrahlung der ersten Sendung wurde auf den Fluren getuschelt. Glückwünsche wurden ausgetauscht. Nicht nur Schüler anderer Klassen, sondern auch die gesamte Lehrerschaft steht hinter der 7e. Der Einzug ins Finale hat Isabelle und Co eine große mediale Aufmerksamkeit verschafft. Fernseh- und Radiointerviews stehen seitdem auf der Tagesordnung. Für die Klasse bleibt da kaum Zeit, ihr Glück zu begreifen. "Das ist alles so unwirklich", sagt Isabelle. "Jetzt sind wir im Finale und wollen das Ding auch gewinnen." Die Motivation ist da, das Potenzial auch. Die Chancen stehen gut. Der Hauptpreis, eine Reise nach Barcelona, ist zum Greifen nah.

Im Finale muss die 7e gegen zwei sechste Klassen und eine weitere siebte antreten. "Gegen die Sechsten können wir gar nicht verlieren. Das wäre peinlich", sagt David. "Wir bereiten uns intensiv auf Fragen vor, die Spanien betreffen." Ob die 7e die beste Klasse Deutschlands wird, zeigt sich am 18. Mai. Dann wird das Superfinale in der ARD ausgestrahlt. Bis dahin wälzen die Schüler die Lehrbücher. Eins wissen sie genau: "Wir können nur gewinnen, wenn wir im Team arbeiten. Gesucht wird ja nicht der beste Schüler oder die beste Schülerin, sondern die beste Klasse. Immerhin wollen wir alle den Titel holen", sagt Isabelle.

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