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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 16:53 Uhr

Personalie : Der Schrebergarten erfindet sich neu

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christian Seifert wird neuer Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde e.V. Rostock. Künftig möchte er die Anlagen noch attraktiver für Familien gestalten.

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Der Verband der Gartenfreunde Rostock hat am Sonnabend bei der Delegiertenversammlung in der Stadthalle seinen neuen Vorstand gewählt. Gleichzeitig feierten die Kleingärtner ihr 90-jähriges Verbandsbestehen.

Christian Seifert galt schon lange als Favorit und übernahm mit dieser Sitzung den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Gemeinsam mit seiner neu gewählten Stellvertreterin Ute Welz und dem ebenfalls neuen Zuständigen für Baufragen, Werner Großmann, möchte Seifert den Verband vorantreiben. Der neue Vorsitzende, der gleichzeitig Chef des Vereins Am Moor in Warnemünde ist, erklärte zum Auftakt, dass er sich auf die neue Aufgabe freue. „Es geht trotz Umnutzungskonzeption der Stadt um den dauerhaften Schutz von Kleingärten“, sagte Seifert nach der Delegiertenversammlung. „Um dieses Ziel zu erreichen, möchte ich meine Erfahrungen innerhalb der Kommunikation nutzen“, sagt der Geschäftsführer eines TV-Senders.

Künftig setzt der Vorstandsvorsitzende auf einen Generationswechsel: „Ich möchte, dass sich junge Familien wieder bewusst für einen Garten entscheiden“, so Seifert. Er betont, dass der demografische Wandel auch vor dem Kleingartenverband nicht halt mache. Helfen solle ein Imagewechsel: „Wir müssen weg von dem Bild des spießigen Kleingärtners, der hinter seinem Zaun hervorschaut“, sagt er weiter und findet, dass „der Traum von eigenem Garten alters- und milieuübergreifend“ sei. Ebenso positiv auf die Entwicklung wirken sich der „Trend zum ökologischen Anbau oder der Wunsch nach Entschleunigung“ aus. Trotzdem sieht der neue Vorstandsvorsitzende weiteres Potenzial: „Die erste Maßnahme wird eine Citycards-Aktion in der Stadt sein.“ Hierzu würden Gratispostkarten in verschiedenen Lokalen und an Veranstaltungsorten in der Stadt ausgelegt, die auf Leerstände innerhalb einzelner Anlagen aufmerksam machen.

Insgesamt ist Seifert jedoch mit der Nutzung der Anlagen zufrieden: „Wir sind gut ausgelastet“, so der Verbandschef. Sein Ziel es nun, die Kommunikation bezüglich frei werdender Gärten zu verbessern. „Unser Anliegen ist es, dass die Leute, die einen Garten suchen, auch schnell einen finden “, sagt der Rostocker weiter. Hierbei helfe dem Verein auch die Außendarstellung im Internet. „Dank einer Gartenbörse ist es möglich, sich über frei werdende Parzellen zu informieren“, gibt Seifert ein Beispiel.

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