warnemünde : Der Schilderstreit

In den Augen von Ralf Hammel (l.) und Ernst-Uwe Gütschow müsste dieses Schild versetzt werden.
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In den Augen von Ralf Hammel (l.) und Ernst-Uwe Gütschow müsste dieses Schild versetzt werden.

Falscher Ort, falsche Richtung, falsche Aufschrift: Eine Liste zeigt Problemfälle auf

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12. Juni 2015, 08:00 Uhr

Ralf Hammel vom Verkehrsausschuss des Ortsbeirates und Ernst-Uwe Gütschow als ortskundiger Warnemünder sind in Sachen Verkehrsbeschilderung hartnäckige Dranbleiber. Ihrer Aufmerksamkeit entgeht nichts. Schon seit 2013 organisierten die beiden mit Vertretern von Ämtern Vor-Ort-Termine. Anfangs standen mehr als 50 Punkte auf ihrer Hinweisliste. Jetzt sind es noch etwa 15.

„Es ist alles für sich genommen nichts Weltbewegendes, aber es hätte schon längst erledigt sein können“, sagt Gütschow. Im Bereich der Lortzingstraße gibt es den Wunsch, dass dort auf der Verkehrsinsel Parkplätze entstehen. Hier hatte jemand kürzlich sogar illegal ein Schild für Bewohnerparken, Bereich W1, aufgestellt. Die Betroffenen hatten sich zwar gefreut, aber nur kurz. Denn das Schild wurde amtlicherseits wieder entfernt und Nutzer mit zehn Euro für Parken auf einer Verkehrsinsel zur Kasse gebeten.

In diesem Areal gibt es eine weitere Kleinigkeit: Auf der Insel steht ein schilderloser Pfahl. „Da gehört der Hinweis Lortzingstraße dran“, sagt Gütschow. Der Name steht auf der anderen Straßenseite, wo er kaum einsehbar ist. Hier wäre ein Wechsel eigentlich unproblematisch.

Überhaupt: Kleine Veränderungen kosten oft nur wenig Geld. „Da bedarf es nur einer verkehrsrechtlichen Anordnung vom Stadtamt“, sagt Hammel. Ein Fall, in dem es schnell geklappt hat, war Am Passagierkai, der ab Fähre Hohe Düne nordwärts Am Bahnhof heißt – was jahrelang unbeachtet blieb.

„Klärungsbedarf gibt es bei der Werftallee ab Werftzufahrt“, sagt Hammel. Dort müsse das Schild nur in Richtung Am Passagierkai gedreht werden. Außerdem gebe es hier ein Gebotsschild, dass der Weg für Radler und Fußgänger nutzbar ist. „Das fehlt von der Gegenseite.“

Auch zugewachsene Verkehrsschilder gibt es. Ein solches Beispiel findet sich in der Johann-Sebastian-Bach-/Ecke Lilienthalstraße, wo das Schild unter den Blättern eines Baumes verschwindet. Das gemeinsame Schild muss besser sichtbar umgesetzt werden. An der Ecke hat die Stadt Poller aufgestellt, der Grund ist nicht erkennbar.

Handlungsbedarf besteht auch in der Mühlenstraße. Das Zone-30-Schild aus der Kurhausstraße muss in den Augen der beiden hierher an den Platz gleich nach der Kreuzung Richard-Wagner-Straße umgesetzt werden. Die Stadt will erst im Zusammenhang mit baulichen Veränderungen an der Kreuzung handeln. Diese Antwort ist für beide allerdings nicht nachvollziehbar, da es ihnen nur um das Umsetzen von Schildern geht.

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