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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 17:26 Uhr

Der Retter

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2012 | 05:33 Uhr

Diesen Moment wird Frank Zepmeisel wohl nie vergessen: Er fuhr am Dienstag gegen 14 Uhr gerade den Dierkower Damm herunter, als ihm Rebecca direkt vor sein Auto lief. Sie war blutüberströmt, trug nur eine Decke am Körper. Zepmeisel hielt an. "Rebecca sagte: Fahr mich ganz schnell weg", erzählt der 44-Jährige. Das tat er - und wurde so zu ihrem Retter.

Zepmeisel brachte Rebecca, die ein tagelanges Martyrium hinter sich hatte, zu den Polizisten, die ganz in der Nähe nach ihr suchten. Zuallererst nahm eine Beamtin die 17-Jährige in die Arme und sagte ungläubig: "Rebecca, du lebst!" Das berichtete gestern der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Polizeioberrat Michael Ebert. Er fügte hinzu: "Es war für alle ein hochemotionaler Einsatz." Viele seiner Kollegen hätten selbst Kinder und entwickelten großes Mitgefühl. Ebert machte deutlich, so einen Fall habe es zuvor in Rostock noch nie gegeben. Er und seine Kollegen haben gehofft und gebangt. Doch je mehr Zeit ohne ein Lebenszeichen von der 17-Jährigen verging, desto unwahrscheinlicher wurde es, dass das Mädchen lebendig gefunden werden kann.

Trotz der großen Freude darüber, dass Rebecca lebt, fiel es Kriminaldirektor Thomas Laum schwer, von einem Erfolg zu sprechen. Schließlich sei das Mädchen einem schlimmen Verbrechen zum Opfer gefallen. Sie brauche jetzt vor allem Zeit und Ruhe.

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