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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 06:53 Uhr

Rostock : Der Pastor mimt den Esel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Evangelischer Kindergarten der Innenstadtgemeinde feiert 20. Geburtstag

von
erstellt am 12.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Wenn Pastor Dr. Reinhard Scholl zum Esel wird, hat das einen Grund. Dann feiert der evangelische Kindergarten der Rostocker Innenstadtgemeinde Geburtstag. „Das hat Tradition bei uns. Die Erwachsenen führen für die Kinder ein Märchen auf. Dieses Mal stehen die Bremer Stadtmusikanten auf dem Programm“, erzählt Conny Buck, Leiterin der Kita. Zum 20. Mal wurde gestern in dem evangelischen Kindergarten Geburtstag gefeiert. Ein großes Jubiläum, an das vor 1990 noch niemand gedacht hätte.

„Schon 1989 haben sich Eltern zusammengeschlossen, die sich einen evangelischen Kindergarten gewünscht haben“, erinnert sich Buck. Zu dieser Zeit gab es in der Hansestadt nur kommunale Kindertagesstätten. „1990 hatten die Eltern ihre Interessen durchgesetzt. Zwei Gruppen konnten in einen bestehenden kommunalen Kindergarten in der Paulstraße integriert werden“, so Buck. Bis 1994. Dann kam der Umzug. „Zu Beginn der 90er-Jahre wurden immer mehr Kindertagesstätten geschlossen. Wir hatten Angst, dass auch wir irgendwann betroffen sein könnten. Wir wollten ein eigenes Haus“, erklärt Buck. 1994 zog die evangelische Kita in eine alte Villa in der Herder-straße. „Das Haus war alt und marode, es hat der Stadt gehört und war nicht wirklich kindgerecht“, weiß die Kita-Leiterin. Die Gemeinde hätte weiter nach einem geeigneten Objekt gesucht. Genügend Freiflächen sollten vorhanden sein, genügend Platz zum Spielen. Doch die Suche war langwierig. Erst als die Stadt Rostock die Pläne zum Ausbau des Petriviertels bekannt gab, hatte der evangelische Kindergarten seinen Platz gefunden. „Wir wollten dort bauen. So dicht bei der Petrikirche war das genau der richtige Standort für uns“, sagt Buck. Die Kita erhielt eine vorzeitige Baugenehmigung und errichtete für rund 1,6 Millionen Euro den gewünschten Neubau. Die Finanzierung wurde durch Fördermittel und über Gemeindegelder gesichert. „Am 1. Juni 2012 konnten wir einziehen. Wir haben uns um 100 Prozent verbessert“, findet Conny Buck.

Mittlerweile gibt es im evangelischen Kindergarten nicht mehr nur zwei, sondern fünf Gruppen. „Derzeit haben wir 76 Kinder bei uns. Die Plätze sind sehr begehrt“, so Buck. Gerade auch deshalb, weil die Erzieher stets darauf achten würden, für die Kinder ein familiäres Umfeld zu schaffen. „Der Umgang ist herzlich. Hier darf jeder Mensch sein“, sagt Sandra Tahiri. Die 47-Jährige ist seit zwei Jahren im Team. Erzieherin ist sie aber seit 24 Jahren. „Ganz nah am Kind zu sein, macht einfach Spaß. Sie zeigen einem ungefilterte Zuneigung, in dem sie einen zum Beispiel umarmen. Daraus ziehen wir unsere Energie.“

 

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