Abschied : Der Lotse geht von Bord

Für 21 Dienstjahre zollen IGA-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens und Oberbürgermeister Roland Methling (r.) Peter Danker-Carstensen ihren Respekt.
Für 21 Dienstjahre zollen IGA-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens und Oberbürgermeister Roland Methling (r.) Peter Danker-Carstensen ihren Respekt.

Peter Danker-Carstensen verlässt die Spitze des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums und geht in den Ruhestand

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28. Juni 2015, 08:00 Uhr

Als Dr. Peter Danker-Carstensen 1994 neuer Leiter des Rostocker Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums wurde, „war ich in jeder Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt ohne Kenntnis der DDR-Schifffahrtsgeschichte“, sagt der gebürtige Schleswig-Holsteiner und gelernte Soziologe. Heute gilt er als einer ihrer besten Kenner. Und auch an die Uhrzeitangabe Viertel habe er sich gewöhnt.

Seine Fachkenntnis will Danker-Carstensen künftig ehrenamtlich in die Arbeit des Museums und in das IGA-Entwicklungskonzept einbringen – gestern verabschiedete sich der 62-Jährige auf dem Traditionsschiff in den Ruhestand. Bemerkungen zum Streit um den Standort des Traditionsschiffs und zur Situation des Museums verkniff er sich: „Ich will meinen Gästen lieber nicht die Laune verderben.“ Diese Zurückhaltung sei eine seiner Stärken, findet IGA-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens (CDU). Darüber hinaus sei er ein „ruhiger, besonnener, fachkompetenter Typ mit trockenem Humor und gewissen Nehmerqualitäten, die leider das ein oder andere Mal gefordert waren“, so Jens. Das sei schon beim Dienstantritt der Fall gewesen, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Damals habe Rostock den Wettbewerb mit Bremerhaven als Zentrale der gesamtdeutschen Schifffahrtsgeschichte verloren. Und auch aus dem Plan, die ehemalige Neptun-Werft zum großen maritimen Museum zu entwickeln, sei nichts geworden. Dennoch „hat Peter Danker-Carstensen unserem Museum und unserer Stadt gut getan“, so Methling.

Vom Förderkreis des Museums erhielt Danker-Carstensen eine Ehrennadel. „Die haben wir jetzt erst zweimal vergeben“, sagt Vorsitzender Werner Molle. Der nun vakante Chefsessel soll laut Karina Jens noch im Sommer wieder besetzt werden.

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