zur Navigation springen

Offshore-Plattform ausgeschifft : Der letzte Akt der Nordic Werft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Offshore-Konverterplattform, das letzte Bauprojekt des ehemaligen Werfteigentümers, hat Werft und Hafen verlassen

Gut zwei Wochen nach ihrer Fertigstellung ist die Konverterplattform DolWin Gamma gestern aus dem Dock der Rostocker Genting-Werft ausgeschifft worden. Das Verlassen habe schneller geklappt als geplant, bestätigte eine Sprecherin des Netzbetreibers TenneT.

Der 85 Meter lange, 54 Meter breite und 32 Meter hohe Koloss habe den Hafen bereits verlassen und werde nun durch die Ostsee um Dänemark herum in die Nordsee geschleppt, hieß es weiter.

Die Wettervorhersagen seien weiterhin gut. Laufe alles nach Plan, werde die 35 000 Tonnen schwere Plattform am Mittwoch oder Donnerstag kommender Woche im Baubereich eintreffen.


Fertigstellung verzögerte sich


Ab September 2018 soll DolWin Gamma den Wechselstrom der Nordsee-Windparks „Borkum Riffgrund 2“ und „Merkur“ in Gleichstrom umwandeln. Dieser Gleichstrom werde per See- und Landkabel über eine Länge von 160 Kilometern zur landseitigen Konverterstation in Dörpen südlich von Leer in Niedersachsen transportiert. Die Fertigstellung des Projekts hatte sich immer wieder verzögert, zuletzt durch den Eigentümerwechsel der Rostocker Werft, die vor gut einem Jahr vom malaysischen Genting-Konzern übernommen wurde.

Es habe Wochen gegeben, in denen Zulieferer zur Untätigkeit gezwungen waren oder die Mitarbeiter aus Angst um den Verlust ihrer Arbeitsplätze bei Betriebsversammlungen waren, hatte TenneT-Geschäftsführer Wilfried Breuer bei der Fertigstellung der Plattform Anfang Juni gesagt.

Wegen einer weiteren Verzögerung, über deren Gründe die beteiligten Unternehmen TenneT und General Electric (GE) Stillschweigen bewahrten, sei die Indienststellung der Plattform nun von März auf September 2018 verschoben worden.

„Wie bei allen Projekten zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HVDC) handelt es sich bei DolWin Gamma um ein hochkomplexes Großprojekt, infolgedessen musste GE aktuell den Projektplan überarbeiten“, hatte General Electric zu einem früheren Zeitpunkt erklärt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen