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Norddeutsche Neueste Nachrichten

14. Dezember 2017 | 05:30 Uhr

Der kleine Unterschied

vom

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2007 | 08:43 Uhr

Glaubt man den Politikern, so ist MV in der Wirtschafts-Wachstumsvergleich der Bundesländer schon seit geraumer Zeit ganz oben. Die Interpretationen der Statistik lassen gewöhnlich breiten Raum für Fantasie. Und tatsächlich nutzt es wenig, wenn MV auf einer schmalen Basis im Verarbeitenden Gewerbe, seit Jahren Wachstumsraten jenseits der zehn Prozent präsentiert, ohne dass sich dies auf die Gesamtwirtschaft auswirkt.
Dies aber genau ist die Crux. In der Wirtschaft des Landes mit einer überdimensionierten Bauwirtschaft, die bis Mitte der 90er Jahre einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von weit über zehn Prozent hatte, einer in der Wertschöpfung unterrepräsentierten Ernährungsgüterwirtschaft und einer quasi nicht vorhandenen Industrie,
Ausnahme Schiffbau, musste sich zunächst zwischen den einzelnen Zweigen eine Menge verschieben, um zu einer gesunden Entwicklung zu gelangen. Dieser Zeitpunkt ist gekommen.
Der kleiner Unterschied zwischen allen bisherigen gefühlten oder gedeuteten Statistiken zur realen Lage war, dass das Wirtschaftswachstum in den vergangenen zehn Jahren stets unter dem des Bundesdurchschnitts lag. Im Klartext: Die Schere zwischen Bundesrepublik alt und MV ging kontinuierlich weiter auseinander. Vier Prozent Plus im ersten Halbjahr in MV und 2,9 Prozent deutschlandweit zeugt erstmals von einem wirklichen Vorsprung für MV. Das kann man berechtigt Wachstum nennen.

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