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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 05:15 Uhr

Ostsee-Meeting : Der Hut für die Rennbahn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Maria Güldner stellt eigene Modelle beim Ostsee-Meeting aus. Bis Sonntag laufen edle Vollblüter auf der Traditionsrennbahn um die Wette.

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Federn, Perlen oder Strasssteine – die Damen, die bei den Doberaner Renntagen ihren Hut noch schnell mit diesen Accessoires verschönern möchten, sind bei Maria Güldner (26) genau richtig aufgehoben. Gerade gestern zum Ladies Day nutzten so einige ihre Dienste, um mit ihren Kopfbedeckungen vor den Preisrichtern des Hutwettbewerbs hervorzustechen. Aber noch bis morgen ist die Modistin mit ihrem Stand bei dem Ostsee-Meeting anzutreffen. Dort präsentiert sie ihre schönsten Modelle.

Ob aus Filz, Stroh, gestrickter Wolle oder aus feinster Seide – die junge Hutdesignerin hat für jeden Geschmack etwas dabei. Besonders begehrt sind die so genannten Headpeaces – Haarreifen, die mit verschiedenen Accessoires verziert sind. „Am liebsten arbeite ich mit Kaninchenfilz, weil es edel, leicht und sehr gut formbar ist“, sagt Güldner. Jedes ihrer Modelle ist handgefertigt und somit einmalig. Vom Hutformen bis zur Garnitur: Alles macht die 26-Jährige selbst. Die Besucher der Doberaner Renntage können an ihrem Stand direkt erleben, wie aus einem Stück Filz eine edle Kopfverschönerung wird.

„Ich passe gerne die Hüte der Besucher auf die entsprechende Kopfform an oder auf Wunsch verschönere ich sie ganz fix mit ein paar Federn oder Perlen“, sagt Güldner. Aber auch Bestellungen ganzer Hutmodelle nimmt die junge Modistin entgegen. „Wir wählen dann das Rohmaterial und die Farbe des Modells vor Ort aus“, sagt sie. Nach ein bis zwei Wochen kann der Käufer dann sein Unikat schon in den Händen halten.

Noch ist es für Güldner nur ein Hobby, Hüte zu entwerfen und zu verkaufen, aber schon bald möchte die 26-Jährige damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Nach und nach will sie sich einen Namen machen und unter anderem auf der Galopprennbahn Kundschaft gewinnen: „Stammkundschaft ist mir sehr wichtig. Die meisten, die schon einmal bei mir einen Hut gekauft haben, kommen auch wieder.“ Solange die junge Frau von ihrem Hobby noch nicht leben kann, arbeitet sie halbtags als Pflegerin. „Die restliche Zeit widme ich mich ganz meiner künstlerischen Leidenschaft“, erklärt sie. Ihre Ideen holt sie sich über viele Kontakte, die sie auf der Internetplattform Facebook knüpft. Das erste Mal präsentiert sich die Modistin mit einem Stand. Die Jahre davor war die gebürtige Bad Doberanerin als Gast beim Ostsee-Meeting. 2011 hat sie mit einem selbst gemachten Pfau-Modell am Hutwettbewerb teilgenommen und gleich gewonnen. In diesem Jahr möchte sie anderen Damen den Vortritt geben, damit sie mit ihren besonderen Kopfbedeckungen alle Blicke auf sich ziehen.


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