Rostock : Der Hafen auf Wachstumskurs

Die Hero-Chefs und Fährreeder beim Sailtörn (v. l.): Jens A. Scharner (Hero) , Ragnar Johansson (SOL), Ron Gerlach (Stena Line ) , Dr. Gernot Tesch (Hero) , Bernhard J. Termühlen (TT-Line) und Heiko Kähler (Scandlines)
Die Hero-Chefs und Fährreeder beim Sailtörn (v. l.): Jens A. Scharner (Hero) , Ragnar Johansson (SOL), Ron Gerlach (Stena Line ) , Dr. Gernot Tesch (Hero) , Bernhard J. Termühlen (TT-Line) und Heiko Kähler (Scandlines)

Hero und Fährreeder ziehen positive Zwischenbilanz bei traditioneller Revierfahrt zur Hanse Sail

svz.de von
12. August 2016, 22:30 Uhr

Im Ostseeraum hat sich Rostock zu einem der wachstumsstärksten Häfen entwickelt. Das machte gestern die traditionelle Ausfahrt der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero) und der Fährreeder zur Hanse Sail mit dem Motorschiff „Stadt Kiel“ deutlich, bei der sie Bilanz vom ersten Halbjahr zogen.

Insgesamt gab es gute Zuwächse und eine positive Entwicklung, konnten die Hero-Geschäftsführer Jens A. Scharner und Dr. Gernot Tesch berichten. Allein im Seehafen wurden 13,9 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, somit 6,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für alle Kaianlagen der Hansestadt insgesamt gerechnet, sind es noch eine Million mehr. Damit hat Rostock inzwischen Lübeck nicht nur vom Netto-, sondern auch vom Bruttoergebnis überholt und ist somit der größte deutsche Ostseehafen. Großen Anteil haben daran die Fähr- und Ro/Ro-Verkehre, die etwa zu 58 Prozent im Umschlaggeschehen zu Buche stehen und um acht bis neun Prozent gesteigert werden konnten.

Als Universalhafen konnte Rostock aber auch im Schütt-, Flüssig- und Stückgutumschlag deutlich zulegen. Neben der Logistik spielt die Industriefunktion des Hafens eine wichtige Rolle. Die Wertschöpfung gewinnt weiter an Stellenwert. Auch die Zahl der Fährpassagiere von und nach Nordeuropa stieg um 45 000 auf 931 000, was auch im Juli zunächst noch seine Fortsetzung fand, wie die Fährreeder verdeutlichten. Dabei habe sich die Kooperation zwischen TT- und Stena-Line bewährt, die als Wettbewerber einen koordinierten Fahrplan im Schweden-Verkehr anbieten und so die Abfahrtfrequenz erhöhten, wie deren Geschäftsführer Bernhard J. Termühlen und Ron Gerlach betonten.

Deutliche Zuwächse verzeichnet auch die Reederei Scandlines, die dank ihrer neuen Fähre „Berlin“ allein im Juli ihre Verkehrsleistungen via Gedser um etwa elf Prozent steigern konnte. Anfangsprobleme mit der Telemetrie der Anleger und der neuen Schiffstechnik wurden weitgehend überwunden, erklärt Geschäftsführer Heiko Kähler. Nach der Saison erfolgt noch der Einbau eines Abgaswäschers. Für Stena Line gewinnt nach der neuen Unternehmensstruktur der Standort Rostock zulasten von Kiel weiter an Bedeutung, wird an der Warnow das Routenmanagement der bisher zwei deutschen Gesellschaften gebündelt. Der Umzug ins Rostocker Büro ist für September/ Oktober geplant.

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