Networking in Rostock : Der finale Countdown

Die Macher hinter dem Event: Felix Hünecke (l.) und Tobias Gebhardt
Die Macher hinter dem Event: Felix Hünecke (l.) und Tobias Gebhardt

Spannende Themen und fesselnde Redner: Rostocker holen Netzwerkevent „12 minutes me“ in die Hansestadt und suchen Teilnehmer aus MV.

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03. März 2016, 12:00 Uhr

Erbarmungslos rennt die Zeit. Zwölf Minuten. Keine Sekunde länger. Wer überzieht, wird unterbrochen. Felix Hünecke schaut auf die Uhr. Seine Hand umklammert das Megafon. Zehn, neun, acht... Dann der Cut. „Die Sprecher haben exakt zwölf Minuten. Im Anschluss darf das Publikum noch einmal zwölf Minuten Fragen stellen“, erklärt Hünecke. Das Konzept ist neu, trägt den Titel „12 minutes me“, also „12 Minuten Ich“. Die „Ichs“ sind Firmengründer, Abenteurer oder einfach Menschen mit innovativen Ideen. In den zwölf Minuten können sie sich, ihr Unternehmen oder spannende Projekte vorstellen. Zuhören darf jeder. Fragen stellen darf jeder. „Bei 12 minutes me geht es vor allem ums Netzwerken. Rostock ist nicht groß und dennoch hatten wir das Gefühl, dass die Menschen nicht miteinander reden“, sagt Tobias Gebhardt.

Durch das neue Veranstaltungsformat in den Räumen von Future TV in der Nähe des Hauptbahnhofs der Hansestadt sollen Synergien geschaffen und mögliche Kooperationen angestoßen werden. Im Fokus stehe dabei das Prinzip „Old meets New Economy“, also „alte treffen auf neue Wirtschaftszweige“. „Old meint dabei das klassisch produzierende Gewerbe, new ist die digitale Wirtschaft“, so Gebhardt. Die Idee für das Netzwerktreffen haben Gebhardt und Hünecke aus Hamburg adaptiert, wo vor etwa zwei Jahren das erste „12 minutes me“- Event veranstaltet wurde. Mittlerweile gibt es das Business-Treffen auch in anderen Großstädten wie München, Berlin oder Stuttgart. „Das Ganze ist auf Wachstumskurs, bundesweit sollen dieses Jahr noch 20 bis 30 Orte hinzukommen“, so Hünecke, der gemeinsam mit Gebhardt die Planungen für die Rostocker Variante stemmt. „Wir sind froh, dass das Konzept in kleineren Regionen wie Rostock funktioniert. Der Andrang wird von Mal zu Mal größer.“ „12 minutes me“ sei eine Non-Profit-Veranstaltung. Eintritt nehmen die Organisatoren keinen, dafür bekommen die Referenten auch kein Honorar für ihren Auftritt. „Bevor wir starteten, haben wir allerhand Leute angesprochen. Nun sind wir an einem Punkt, an dem sich das Blatt dreht, an dem wir angefragt werden. Auf der Suche nach interessanten Sprechern sind wir aber immer“, sagt Gebhardt.

Bei jedem „12 minutes me“-Event kommen drei Redner zu Wort. „Wir kennen alle ellenlange Fachvorträge, die uns ermüden. Zwölf Minuten sind knapp. Da muss man die Dinge auf den Punkt bringen“, betont Gebhardt. „Wir wollen das, was wir hören auch noch nach einem langem Arbeitstag verarbeiten können“, ergänzt er.


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