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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 06:19 Uhr

Interview : Der „Fahnder“ ist vernarrt in Golf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Schauspieler Michael Lesch ist heute Gast beim Cup vom Hotel Neptun.

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Der Schauspieler Michael Lesch ist heute Gast beim Golf-Cup des Hotels Neptun. NNN-Reporterin Maria Pistor sprach mit ihm über Golf, die Schauspielerei und seine überstandene Krankheit.

 

Wie sind Sie zum Golf gekommen und können Sie Golf-Muffeln die Leidenschaft dafür erklären?
Michael Lesch: Ich bin vor etwa 25 Jahren dazu gekommen. Bei einem amerikanischen Golflehrer nahm ich eine Stunde. Schon bei der ersten Stunde traf ich mit einem Schlag mit Eisen 7 perfekte 130 Meter. Seitdem bin ich infiziert. Das ist ein wunderschöner Sport, er fordert den ganzen Körper und Konzentration. Und bringt Kondition. Für mich ist es die schönste Sportart der Welt.
Gibt es jemanden, den Sie auf dem Golfplatz gern mal als Partner hätten? Sie haben mal gesagt, Sharon Stone. Noch jemanden?

Das mit Sharon Stone war eher ein Witz. Ich habe schon mit vielen Profis gespielt. Das ist immer sehr gut, man erhält viele Tipps und man merkt dann auch, warum Amateure von Profis als Hacker bezeichnet werden.
Man kennt Sie aus vielen TV-Rollen: Gab es eine, die Sie besonders mochten?

„Der Fahnder“ war sicherlich meine Lieblingsrolle. Da habe ich mir auch ein Mitspracherecht bei den Drehbüchern gesichert. Das ist die Crux bei Serien: Sie beginnen oft gut und in der Fortführung werden sie schludrig. Darunter leidet die Qualität der Bücher.
Sie haben Theater gespielt. Unter anderem in Essen in „Todesfalle“. Wo liegt für Sie der Unterschied zwischen Theater und Film?
Das sind zwei verschiedene Welten. Wer auf der Theaterbühne steht, der ist auf sein erlerntes Handwerk angewiesen. Auf der Bühne wird Schauspielern von der Technik und stimmlich viel abverlangt. Beim Fernsehen gibt es durch die Kamera eine Minimalisierung und wird viel auf das Gesicht fokussiert. Da muss man dann Ausdruck und Mimik stärker einsetzen. Ich mag beides gern. Allerdings besteht ein Unterschied: Auf der Bühne gibt es keine zweite Klappe.
Sehen Sie sich Ihre eigenen Filme an?
Ja. Oft sieht man sie zweimal. Einmal so, wie sie am Set waren, und dann das Ergebnis vom Schneidetisch.

Erhalten Sie auch ein Feedback zu den Rollen?

Ja. In Leipzig sind die Menschen eng mit dem Zoo verbunden, wo ich den Direktor spiele. Da wurde ich schon gefragt, ob ich immer so streng zur Tierärztin sein muss. Da habe ich gesagt: Ja, ich werde dafür bezahlt.
Haben Sie als Krimi-Fan einen Tatort-Favoriten?

Ich mag gern die Filme mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl. Das ist eine spitzenmäßige Krimi-Komödie, bei der man herrlich ablachen kann. Und das Kölner Duo mag ich noch. Aber ansonsten wird es auch ein wenig inflationär.
Sie kennen durch Ihren Beruf und Ihre überstandene Krebserkrankung beides: Himmel und Hölle. Hat Sie diese schwere Erkrankungzu einem anderen Menschen gemacht?
Wenn man so ein erfolgreiches Berufsleben hatte, dann ist eine lebensbedrohende Krankheit ein Einschnitt ins Leben. Ohne meine damalige Lebensgefährtin und jetzige Frau Christina hätte ich es nicht geschafft. Sie ist durch die Hölle mit mir gegangen. Die Prioritäten haben sich geändert. Gesundheit ist ganz wichtig.
Wenn Sie noch ein halbes Jahr zu leben hätten, was würden Sie dann tun?
Ich würde auf Teufel komm raus mit meiner Frau zu den schönsten Golfplätzen der Welt fahren. Auch nach Hawai, das ist so ein schönes Fleckchen Erde, da gibt es die schönsten Golfplätze.

Wie würden Sie sich vom Wesen her einschätzen?

Ich glaube, ich besitze einen guten Humor und bin viel ruhiger geworden. Auch demütiger. Das liegt wohl am Golf.

 

Hintergrund: Das Event



An diesem Wochenende lädt das Warnemünder Hotel Neptun zum 9. Neptun Golf-Cup ins Ostseebad ein. Gespielt wird ein Wettbewerb im Modus „Scramble“ auf der Golfanlage Warnemünde mit einem „Get together“-Abend und einer Preisverleihung am Strand an der Neptun Düne 13. Prominenter Gast ist der Schauspieler Michael Lesch, bekannt aus „Der Fahnder“ oder „Tatort“. Die frühere Sprint-Weltmeisterin Grit Breuer-Springstein koordiniert die Veranstaltung.

 

 







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