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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 03:19 Uhr

Uni-Medizin Rostock : Den Zellen auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

16 vom Land geförderte Forschungsvorhaben im Hörsaal Chirurgie der Uni-Medizin vorgestellt.

Im Fokus stehen Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften. „Mit dem Forschungsfonds haben wir unser Ziel erreicht, die praxisnahe Forschung in MV zu stärken“, sagte Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (SPD) gestern im Hörsaal Chirurgie der Uni-Medizin. Dort wurden 16 geförderte Forschungsvorhaben vorgestellt, die 2010 in einem Wettbewerb den Zuschlag für eine EU-Förderung erhielten.

In der Förderperiode 2007 bis 2013 hat das Land für praxisnahe Forschung 28 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung gestellt. Bis 2020 stehen laut Wissenschaftsministerium insgesamt 28,5 Millionen aus dem ESF für exzellente Forschungsverbünde bereit. Hinzu kommen fünf Millionen Euro aus dem Regionalentwicklungsfonds für Investitionen. Statt 100 Projekten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten, die zwischen 2007 und 2013 unterstützt worden seien, sollten es Brodkorb zufolge nun nur noch „fünf plus/minus x“ sein. Er kündigte an, dass eine Wissenschaftler-Jury die Auswahl vornehmen werde, deren Entscheidungen keinen politischen Vorgaben unterlägen.

„Wir machen punktuell die Medizin von morgen“, beschreibt Veranstaltungorganisator Prof. Gustav Steinhoff seine Faszination für die Herz-Stammzelltherapie für Infarktpatienten. Es gehe um die Frage, wie Zellen so gesteuert werden können, dass geringere Nebenwirkungen entstehen, so der Direktor der Klinik für Herzchirurgie und Leiter des Referenz- und Translationszentrums für kardiale Stammzelltherapie (RTC) der Uni-Medizin.

Daneben gaben Dummerstorfer Forscher Einblick in die medikamentenfreie Zucht heimischer Fische, und Greifswalder Wissenschaftler präsentierten ihre Plasmaforschung. Auch Rostocker Physiker waren vertreten: „Wir erzeugen kleinste Strukturen mit neuartigen Ultrakurzpulslasern“, sagte Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer vom Institut für Physik. Licht mache Leben möglich, deshalb sei Lasertechnologie entscheidend, so der Projektleiter.

Für Prof. Henry Völzke hingegen geht es um den Gesundheitswandel: „Wir erheben Daten über den Gesundheitsstatus unserer Bürger. Unsere Ergebnisse sind wichtig für Prävention- und Versorgung“, so der Projektleiter vom Institut für Community Medicine der Uni-Medizin Greifswald.

Auch die Hochschule Wismar war vertreten. „Mit dem Projekt Satellitengestützte Maritime Sicherheit soll ein Beitrag zur sicheren und umweltfreundlichen Seefahrt geleistet werden“, sagte Michèle Schaub vom Bereich Seefahrt.

 

Die Ausstellung der Forschungsarbeiten wird auch während der Langen Nacht der Wissenschaft am 7. Mai in Rostock zu sehen sein.

 

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