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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. August 2017 | 12:43 Uhr

Rostock : Den Wert der Wissenschaft steigern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

250 Forscher und Studenten setzen beim March for Science Zeichen gegen Politik der alternativen Fakten

Für die Anerkennung der Bedeutung der Wissenschaft sind am Sonnabend mehr als 250 Studenten, Dozenten und Forscher auf die Straße gegangen. Vom Rathaus zog es die friedlichen Demonstranten durch die Lange Straße, vorbei Am Vögenteich und über die August-Bebel-Straße bis hin zu ihrem Hauptquartier am Universitätsplatz, wo Rektor Prof. Wolfgang Schareck und andere Hochschulleiter die Abschlusskundgebung gestalteten. „Wir gehen heute für die Freiheit der Wissenschaft auf die Straße, für eine bessere Hochschulautonomie und mehr Selbstbestimmung in Forschung und Lehre“, so Schareck.

Initiiert haben den March for Science (Marsch für die Wissenschaft), der gleichzeitig in mehr als 500 Städten weltweit stattfand, in der Hansestadt Uwe Freiherr von Lukas vom Fraunhofer-Institut und der Verein Rostock denkt 365°. „Wir wollen ein Zeichen setzen für die Bedeutung der Wissenschaft. Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Fakten dürfen nicht kleingemacht oder gar ignoriert werden“, sagt von Lukas. So sei besonders die derzeitige Entwicklung in den USA bedenklich, deren Präsident klar belegte Untersuchungen und Statistiken nicht anerkenne und stattdessen die Verbreitung „alternativer Fakten“ unterstütze. Dabei seien wissenschaftliche Erkenntnisse die Grundvoraussetzung dafür, dass Regierungen Entscheidungen treffen können, unterstrich Prof. Cornelius Hammer, Präsident des Internationalen Rates für Meeresforschung am Thünen-Institut. „Nur echte, wissenschaftlich belegte Argumenten können Thesen untermauern und eine Richtung vorgeben“, so Hammer. Darüber hinaus sei es Ziel der Forscher, aus ihrem sprichwörtlichen Elfenbeinturm heraus- und mit Bürgern in Kontakt zu kommen, um die Anerkennung der Forschung besser in die Gesellschaft zu integrieren, so von Lukas.

Der March for Science ist erstmals ins Leben gerufen worden, um gegen die Politik des US-Amerikanischen Präsidenten Donald Trump und dessen Ignoranz wissenschaftlicher Erkenntnisse anzugehen. In Rostock haben sich neben Uni-Rektor Schareck, Vertretern des Thünen- und des Fraunhofer-Instituts mit Prof. Ulrich Bathmann, Direktor des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung, und Prof. Susanne Winnacker, Direktorin der Hochschule für Musik und Theater, weitere wissenschaftliche Institutionen angeschlossen.

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