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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 22:07 Uhr

Den Ernstfall mit Kunstblut geprobt

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2013 | 10:17 Uhr

Kägsdorf | Der Landkreis Rostock hat am Freitag eine Katastrophenschutzübung der Sanitäts- und Betreuungszüge organisiert. Auf dem Übungsgelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kägsdorf beteiligten sich rund 170 Übungsteilnehmer und Verantwortliche des Kreisordnungsamtes an der. Nachgestellt wurde ein Zugunglück größeren Ausmaßes mit Verletzten und Toten. Hilfeschreie und Schock-Reaktionen gehörten zur Statistenrolle der 40 freiwilligen Feuerwehrmitglieder des Landkreises dazu. Es floss reichlich Kunstblut. Das Fachsanitätszentrum der Bundeswehr Hohe Düne übernahm die Wundendarstellung der Verletzten, die in ihren Rollen einen realitätsnahen Bezug herstellten. Hauptakteure der katastrophalen Szenerie waren zwei Sanitäts- und Betreuungszüge des Landkreises Rostock, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) der Kreisverbände Bad Doberan und Güstrow, der Arbeiter Samariter Bund (ASB) Bad Doberan und die Ambulanz Millich aus Kessin.

Nach Eingang des Funkspruchs eilten sich die Sanitätszüge zur Unfallstelle. Sofort wurde der Strom abgeschaltet und die Bahngleise gesperrt. Anschließend verschafften sich die Sanitäter einen Überblick über die Situation, denn einige Fahrgäste waren aus dem Zug herausgeschleudert worden. Es mussten Prioritäten gesetzt werden: Unfallopfer wurden in drei Kategorien der Dringlichkeit von leicht über mittel bis schwer verletzt eingeteilt, registriert und mit Patienten-Karten ausgestattet. Währenddessen waren bereits die Notfallzelte und medizinischen Geräte zur Herstellung der Vitalfunktion aufgebaut worden. Der leitende Notarzt verständigte die Krankenhäuser der Umgebung, koordinierte den schnellen Krankentransport per Rettungswagen oder Hubschrauber. In drei Behandlungszelten fanden die Unfallopfer die Erste Hilfe. "Ziel der Übung ist es, dass die technischen, fach- und organisationsübergreifenden Einsatzleitungen perfekt zusammenarbeiten, damit im Ernstfall schnelle Hilfe für die Betroffenen erfolgt", sagt Ordnungsamtsleiterin Jana Rothenberger. Die Pflichtübung findet einmal im Jahr statt. Der gesamte Ablauf erforderte rund vier Stunden. Gegen 22 Uhr waren alle Verletzten geborgen. ,,Es hätte nicht besser laufen können", so der Leiter der Übung, Maik Tessin, vom Amt für Brand, Katastrophen und Zivilschutz.

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