Landkreis Rostock : Dem Wild auf der Spur

Sie wissen im Wald, wo es langgeht: Dr. Bernhard von Finckenstein, Revierförster Stefan Schlüter und Reinhard Harder (von links) führten rund 30 Teilnehmer durch den Forst von Graal-Müritz. Fotos: Michaela Kleinsorge
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Sie wissen im Wald, wo es langgeht: Dr. Bernhard von Finckenstein, Revierförster Stefan Schlüter und Reinhard Harder (von links) führten rund 30 Teilnehmer durch den Forst von Graal-Müritz. Fotos: Michaela Kleinsorge

Hegeschau in Graal-Müritz zeigt Jagd-Ergebnisse des vergangenen Jahres / Viele Infos bei geführter Wanderung mit Experten

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16. März 2015, 15:00 Uhr

Das Stadtforstamt Rostock und die Hegegemeinschaft „Nordöstliche Heide“ haben am Sonnabend zur jährlichen Hegeschau eingeladen. Im Haus des Gastes zeigte eine Ausstellung zum Thema „Rotwild in unserer Kulturlandschaft“ die Jagd-Ergebnisse des vergangenen Jahres. Die ausgestellten Geweihe und Abwurfstangen fanden besondere Aufmerksamkeit bei den Besuchern.

„Ich verbinde die Hegeschau heute mit einem Ostseespaziergang“, sagte Rüdiger Redmann aus Wulfshagen. Er ließ sich gerne bei einem Foto das prächtige Geweih eines erlegten 18-Enders aufsetzen. Die Ausstellung wurde von den örtlichen Jägern und Förstern begleitet, die alle Fragen ihrer Gäste beantworteten.

„Mit einer Bastelaktion sollen vor allem die Kinder wieder einen Bezug zur Natur und besonders zur Kulturlandschaft Wald finden“, sagte Mitorganisator Reinhard Harder. Deshalb durften die vorwiegend drei- bis achtjährigen Kinder vorzugsweise mit Naturmaterialien basteln, malen und kleben. Nachmittags erhielten die älteren Teilnehmer eine Lehrstunde im Wald. Bei einer zweistündigen Wanderung blieben keine Fragen bei der rund 30-köpfigen Gruppe offen. Revierförster Stefan Schlüter, Dr. Bernhard von Finckenstein, Forstamtsleiter vom Landesforstamt Billenhagen, und Reinhard Harder suchten mit ihren Schützlingen Fährten und hatten viele Hintergrundinformationen zur Forstwirtschaft und den natürlichen Gegebenheiten rund um Graal-Müritz zu bieten.

Beispielsweise wurde die absichtliche „Unordnung“, die von vielen Waldspaziergängern oft als unangenehm empfunden wird, zur Selbstverständlichkeit erklärt. So habe das herumliegende Totholz als Nährboden und auch als Nahrungsquelle für Insektenfresser eine große Bedeutung. „Es gab viele Fragen und die Teilnehmer der Wanderung gehen jetzt mit anderen Augen durch den Wald“, so Harder. Auf der Route standen die Waldbewirtschaftung und die aktuellen Arbeiten am Mahlbusen sowie dem temporären Spülfeld Wietortschneise im Fokus.

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