Stargast : Deborah Sasson – Opernsängerin ist zu Gast im Neptun

Deborah Sasson entspannt sich einen Tag lang in Warnemünde.
Deborah Sasson entspannt sich einen Tag lang in Warnemünde.

Nach Auftritt in Rostock erholt sich die Künstlerin einen Tag lang in Warnemünde

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25. Februar 2014, 10:00 Uhr

„Ich bin verliebt in diese Gegend“, sagt Deborah Sasson und lässt ihren Blick über den Strand schweifen. „Sie versprüht so einen Zauber, der einen immer wieder zurückruft.“ Viermal war die bekannte Opernsängerin nun schon in Rostock. Viermal schlüpfte sie in die Rolle der schönen Christine in dem Musical „Das Phantom der Oper“. Erst am Sonntag begeisterte sie wieder rund 1000 Rostocker mit ihrer glasklaren Stimme. „Das war ein toller Abend. Wir hatten teilweise stehende Ovationen“, freut sich Deborah Sasson. Heute geht es für sie nach Hannover. Der nächste Auftritt wartet. Gestern gönnte sie sich aber erst mal einen Tag Pause. „Immer wenn ich hier bin, wohne ich im Hotel Neptun.“

Deborah Sasson wurde in Boston geboren. Sie studierte Gesang am Oberlin- Konservatorium. Nach ihrer Ausbildung wurde sie an der Metropolitan Opera in New York engagiert. Zwei Jahre arbeitete sie am Broadway, gab jede Woche acht Shows. „Dass ich am Broadway singen durfte, war großes Glück. Es gibt ungefähr 1000 talentierte Sänger, die sich auf eine Ausschreibung bewerben. Ein paar Sekunden beim Vorsingen entscheiden darüber, ob man genommen wird oder wieder nach Hause gehen darf. Ich hatte nichts erwartet und die Hauptrolle in ,Showboat’ bekommen“, erzählt sie. Durch einen Zufall kam Deborah Sasson dann nach Deutschland. „Ich habe durch Zufall vom Casting für die Hamburger Inszenierung der ,West Side Story’ erfahren. Das Casting fand in New York statt. Ich bin hingefahren, war die letzte Vorsängerin. Die Chance, besetzt zu werden, war minimal. Aber dann sagten sie mir, ich hätte die Rolle der Maria. Ich war überglücklich.“ Dies war der Beginn ihrer Karriere in Deutschland. Deborah Sasson hatte ein festes Engagement, aber sie wollte mehr. „Es fühlte sich an, als hätte man mir Handschellen angelegt. Ich wollte CDs produzieren, Lieder schreiben und ein Musical inszenieren. Aber all diese Ideen waren mit sehr viel Risiko verbunden.“ Doch Deborah Sasson hat es gewagt. Mit Erfolg: Seit 2011 tourt sie mit ihrer ganz persönlichen Fassung von „Das Phantom der Oper“ durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Einmal im Jahr kommt sie mit der Produktion nach Rostock. „Ich habe eine sehr enge Verbindung zu dem Stück. Als ich 15 Jahre alt war, habe ich das Buch gelesen. Es hat mich berührt und auch fasziniert“, gesteht sie. Dann sah sie die Musicalfassung von Andrew Lloyd Webber. „Sie hat nichts mit dem Buch zu tun. Deshalb wollte ich immer meine eigene Fassung schaffen.“ Gesagt, getan: Gemeinsam mit Jochen Sautter produzierte sie eine Neufassung. „Er schrieb den Text, ich die Musik. Wir führten auch Regie und sind selber in Rollen zu sehen. Es wird mir schwerfallen, mich irgendwann davon zu trennen. Das Musical hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Es ist mein Baby“, verrät sie.

Momentan arbeitet sie mit Jochen Sautter schon an der zweiten Musicalproduktion. „Der kleine Prinz“ soll in Zukunft auch Kinderaugen zum Leuchten bringen. Doch vorher ist Deborah Sasson noch mindestens einmal mit dem Phantom der Oper in Rostock. Schon an Silvester kommt sie wieder. „Dadurch, dass Jochen und ich im Musical mitwirken, entwickelt es sich ständig weiter. Das Bühnenbild wächst von Jahr zu Jahr. Wer unsere Silvestershow ansieht, kann sich auf einen spektakulären Abend freuen“, verrät sie.

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