Warnemünde : Das Tunnelhaus kommt weg

Die Mieter des so genannten Tunnelhauses sind in neue Wohnungen gezogen. Jetzt läuft der Abriss.
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Die Mieter des so genannten Tunnelhauses sind in neue Wohnungen gezogen. Jetzt läuft der Abriss.

Abriss am Güterbahnhof: Es entsteht ein Wohn- und Geschäftshaus der Wohnpark Molenfeuer GmbH

svz.de von
06. Dezember 2014, 18:00 Uhr

Ein Kapitel Warnemünder Eisenbahngeschichte ist in dieser Woche unter die Abrissbirne gekommen. Das Empfangsgebäude des 1886 errichteten, alten Warnemünder Bahnhofs in der Seitenstraße Güterbahnhof ist schon zur Hälfte verschwunden. „Bei den Warnemündern hieß es immer Tunnelhaus. Denn es wurde nachträglich ein Tunnel eingebaut, damit die Eisenbahn in Richtung Skandinavien durchfahren konnte“, sagt der Denkmal- und Warnemünde-Kenner Gerhard Lau. Erste Teile des Gebäudes waren schon in den 1980er-Jahren teilweise abgetragen worden, weil der Tunnel damals nicht mehr benötigt wurde.

„Für die Hälfte der Fläche liegt ein Bauantrag zur Beschlussfassung vor“, sagt Jan-Peter Nissen, einer der beiden Geschäftsführer der Wohnpark Am Molenfeuer GmbH. Das alte Bahnhofsgebäude habe zu Teilen in das künftige Baufeld und die Fläche der Erschließungsstraße geragt.

Künftig soll hier ein 20 Meter hohes Wohn- und Geschäftshaus entstehen. „Das ist das höchste Haus im künftigen Gebiet Hafenquartier“, kündigt Nissen an. Die 26 Wohnungen sind mit einer Größe zwischen 60 und 120 Quadratmetern geplant. Ein Aparthotel mit 28 Appartements mit jeweils zweieinhalb bis drei Zimmern und insgesamt 56 Betten solle ebenfalls entstehen. „Die Nutzer sollen dort maximal drei Monate wohnen dürfen“, so Nissen. Auch wenn es neben Geschäftsleuten auch für Urlauber gedacht ist – einen Widerspruch zu der in Warnemünde verhängten Sperre von Ferienwohnungen sieht er nicht. „Das ist ein Hotelbetrieb mit Frühstücksraum und Concierge“, sagt Nissen.

Mit den letzten Mietern des Tunnelhauses ist sich die Wohnpark Molenfeuer GmbH einig geworden. „Wir haben Vereinbarungen getroffen. Teilweise haben die Leute bei uns Wohnungen gemietet oder sich selbst etwas gesucht“, sagt er. Das Unternehmen sei für die Umzugskosten aufgekommen.

Mit den Arbeiten für das Wohn- und Geschäftshaus im Neubaugebiet Hafenquartier soll im Frühjahr 2015 begonnen werden.

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