Das Tropenhaus begeistert Rostock

Tierpflegerin Kerstin Genilke freut sich über den gelungenen Auftakt.geos
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Tierpflegerin Kerstin Genilke freut sich über den gelungenen Auftakt.geos

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09. September 2012, 08:05 Uhr

Gartenstadt | 3500 Besucher sind am Wochenende in den Zoo geströmt und wollten bei der Eröffnung von Rostocks neuer Attraktion und dem buntem Fest mit Musik und Show-Vorführungen dabei sein. Nach 15 Monaten Bauzeit ist das rund 29 Millionen Euro schwere Darwineum fertig. Davon, dass es weit mehr als ein Affenhaus ist, konnten sich die Besucher jetzt überzeugen.

Andreas Speck (47) kam am Sonnabend mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen. "Ich finde das Konzept sehr spannend. Es ist didaktisch und pädagogisch sehr gut aufbereitet", sagte er. Durch die Kombination von Exponaten aus vergangenen Zeiten mit lebenden Tieren wie Quallen oder Schlammspringern sei die Ausstellung im Darwineum sowohl für Kinder als auch Erwachsene interessant.

Vom Urknall über Spinnentiere zum Silberrücken

Beim Betreten des Darwineums werden die Besucher zunächst von den Galapagosschildkröten vor einer malerischen Urwald-Kulisse empfangen - ein kleiner Vorgeschmack auf das, was sie später in der Tropenhalle erwartet. Von einem abgedunkelten Raum, in dem der Urknall nachempfunden wird, geht es weiter zur Entwicklung des Lebens. In der Rotunde finden sich dann in acht Themenkojen verschiedene Erdzeitalter. In Terrarieren leben zudem verschiedene Tiere, wie die Antilopenziesel, eine Gattung der Erdhörnchen. Gerade für die Kinder sind sie wie ein Magnet, gebannt standen sie am Wochenende vor den Scheiben. Groß angelegte Grafiken und Touchscreens verstärken den Effekt. Sie machen die Evolution sowohl durch optische Reize als auch Erklärungen oder auch kurze Filme nachvollziehbar. Mit dem Eintritt in die Tropenhalle geht der Plan von Darwineum-Kurator Frank Fuchs auf. Nach der dezenten Ausstellung, sollen die Besucher, wie er sagte, hier überwältigt sein. Und so kam es bei der Eröffnung: Die Leute kamen erstmals von der Museumskulisse in die lichtdurchflutete, warme Halle, Wasserdampf schwebte in der Luft. Die meisten hielten erst mal inne, kamen aus dem Staunen über weitläufige Gehege und kleine Terrarien mit exotischen Amphibien kaum heraus. Der kleine Moritz nahm mit seinem Papa vor dem Gehege von Assumbos Familie Platz, beobachtete die Weibchen. Dann tauchte der riesige Silberrücken auf, setzte sich zu dem Kleinen. Minutenlang schauten sich die beiden an. Viele Besucher kamen nur, um die Affen zu sehen, wie es ihnen jetzt geht, nachdem sie jahrelang beengt gehaust haben. Gebannt waren sie dann aber doch vom Gesamtkunstwerk Darwineum. Hinter der Tropenhalle folgen ein Forschungslabor, das Werkzeuge oder Sprachentwicklung erklärt, sowie ein 10 000 Quadratmeter großer Außenbereich. Hier sind fünf Gehege für Gorillas, Orang-Utans und Kattas.

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