Das sind Rostocks neue S-Bahnen

<strong>Die Besucher werden nach der ersten Fahrt</strong> von Lokführer Michael Zeitel verabschiedet.<fotos>Michaela Krohn</fotos>
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Die Besucher werden nach der ersten Fahrt von Lokführer Michael Zeitel verabschiedet.Michaela Krohn

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29. Juli 2012, 06:07 Uhr

Stadtmitte | Künftig werden auf der S-Bahn-Strecke zwischen Warnemünde und Güstrow neue Züge eingesetzt. Alle zehn bis zwölf Jahre gibt es eine Ausschreibung für die Betreibung des Streckennetzes Warnow. Nach der letzten, im Jahr 2009, entschied die DB Regio als Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, neue Fahrzeuge bauen zu lassen. Eine erste Testfahrt gab es bereits 2010. Gestern aber konnten sich Besucher beim Sommerfest der Deutschen Bahn die neuen Züge ganz genau anschauen und dazu mit in die Bahnwerkstatt nach Dalwitzhof fahren.

Auf der Strecke zwischen Rostock-Schwaan-Güstrow beginnen demnächst die Umbauarbeiten an den Bahnsteigen. Zusätzlich wird ab dem nächsten Fahrplanwechsel auch die Strecke Rostock-Laage-Güstrow bedient, dann als Linie S3. Ab 2013 fahren dann die Züge vom Typ 442-Talent 2 als Elektronetz-Bahnen. "Mit den neuen Zügen können unsere Fahrgäste eine enorme Qualitätsverbesserung erwarten. Wir haben dort auch eine Klimaanlage eingebaut. Die gibt es in den alten S-Bahnen nicht", erklärt der Leiter der Verkehrsbetriebe Regio Hanse-Verkehr, Karsten Schumacher. Etwa 280 Menschen werden in den neuen Zügen Platz finden, die dann mit fünf Wagen fahren werden. "Ein weiterer Unterschied ist, dass die Bahnen nicht mehr zweigeschossig sein werden, dafür aber dann in den Hauptverkehrszeiten alle siebeneinhalb Minuten fahren werden und in den Nebenzeiten alle zehn Minuten", sagt Schumacher weiter. Zu Platzmangel im Zug würde es nicht kommen, denn auch die derzeitgen S-Bahnen seien nur selten ausgelastet und in Hochzeiten wie zur Hanse Sail würden auch mehr Bahnen eingesetzt.

Ebenfalls neue Züge soll es auf der Strecke Rövershagen-Graal-Müritz und Wismar-Tessin geben. "Dort werden Dieselzüge zum Einsatz kommen", sagt Schumacher. Die Strecke sei derzeit noch in der Umbauphase. Auch dort könnten sich die Fahrgäste auf mehr Komfort einrichten. Es wird 130 Plätze geben, davon acht in der ersten Klasse.

Auf dem gestrigen Sommerfest der DB Regio konnten die Besucher auf der Fahrzeugausstellung die verschiedenen Loks und einen Schneepflug anschauen. "Dass der Zug gleich auf unserer ersten Fahrt so voll ist, dass kein Sitzplatz mehr frei ist, freut uns natürlich", sagt Lokführer Michael Zeitel. Er wird in Zukunft die neuen Züge fahren. Gemeinsam mit seinem Kollegen Karsten Baudach brachte er die Besucher zum Werksgelände in Dalwitzhof. Dort wurden alle Gäste mit einem Lageplan für das große Gelände ausgestattet. Halbstündlich gab es Führungen durch die Werkshallen und an allen Stationen standen Mitarbeiter der Bahn bereit, um Fragen zu beantworten.

Ein besonderes Highlight war eine alte Lok, auf der die Kinder im Führerstand mitfahren konnten. Zudem wurden Interessierte über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Bahn informiert.

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