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19. November 2017 | 11:44 Uhr

Das Petriviertel wächst zur Warnow

vom

svz.de von
erstellt am 16.Apr.2013 | 09:41 Uhr

Stadtmitte | Wo vor Kurzem noch Brachflächen lagen, lassen Brücken, Gräben und Straßen inzwischen ein komplettes Wohngebiet erahnen. Bagger rollen über das 15 Hektar große Gebiet zwischen Östlicher Altstadt und Warnow und bereiten Baufelder vor. "Das Petriviertel ist das größte Projekt im Sanierungsgebiet, das die Hansestadt Rostock in Eigenregie entwickelt", sagt Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, -entwicklung und Wohnungsbau (RGS). Er informierte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und den Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe (CDU), gestern bei einem Rundgang durch das Viertel über den Baufortschritt.

"Alle Straßen sind auf ein Niveau von 2,60 Meter gebracht worden. Ab 3,10 Meter Höhe ist Wohnnutzung möglich", so Wolfgramm. Insgesamt sollen zwischen Warnow und Stadtmauer bis zu 700 Wohneinheiten für 1300 Menschen entstehen. Rostocker Wohnungsbaugesellschaften wie die WG Warnow oder die BG Neptun sowie private Bauherren investieren.

"Rostock ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes und eine wachsende Stadt. Deshalb schaffen wir zusätzliche Angebote für neue, stadtnahe Wohnbauflächen wie im Petriviertel", sagt Glawe. Es sei wichtig, dass Menschen, die hier herziehen, gute Bedingungen vorfänden. Der Minister überbrachte eine Fördermittelzusage in Höhe von rund einer Million Euro für die Freiflächengestaltung an der Warnowkante.

Das Geld stammt aus Städtebau-Fördertöpfen und soll vor allem in die Lebensqualität für die Bewohner des Viertels fließen. Denn für insgesamt zwei Millionen Euro soll am Ufer der Warnow, südlich der Vorpommernbrücke, der Petripark entstehen - eine barrierefreie öffentliche Grünanlage mit Fuß- und Radwegen sowie Spielplätzen. Auch eine Aussichtsplattform mit direktem Zugang zum Ufer ist geplant. "Hier soll die Warnow für die Rostocker erlebbar werden. Außerdem werden Sport- und Freizeitmöglichkeiten dafür sorgen, dass der Park mit Leben erfüllt sein wird", sagt die Landschaftsarchitektin Dr. Ute Fischer-Gäde.

Während sich der Park noch in der Planungsphase befindet, sind am gegenüberliegenden Ende des neuen Viertels schon erste Ergebnisse zu sehen. Direkt unterhalb der Stadtmauer ist die Petrischanze mit dem Sporthallenneubau, der Freizeitsportanlage und dem Parkplatz schon zu erkennen.

Bereits vor anderthalb Jahren ist die Neue Warnowstraße zwischen Mühlendamm und Am Strande freigegeben worden. Seitdem haben sich die Erschließungsfirmen immer weiter vorgearbeitet. Drei von acht Brücken sind bereits fertiggestellt und auch der Gerberkanal ist schon so gut wie fertig. Das Wassergrabensystem wird den individuellen Charakter des Wohngebiets ausmachen.

In die Erschließung des Wohngebiets fließen rund 15 Millionen Euro, in gebietsübergreifende Verkehrsadern wie die Neue Warnowstraße oder die Kreuzung am Mühlendamm weitere zehn Millionen. Die Gesamtkosten für alle Freiflächen in dem Gebiet belaufen sich auf rund neun Millionen Euro.


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