Warnemünde : Das Park-Chaos

Für die Mühlenstraße noch eine ziemlich harmlose Situation: Wenn Transporter in der Mitte kommen und Fahrräder von beiden Seiten, dann wird es wirklich eng.
1 von 2
Für die Mühlenstraße noch eine ziemlich harmlose Situation: Wenn Transporter in der Mitte kommen und Fahrräder von beiden Seiten, dann wird es wirklich eng.

Anwohner sind genervt / Sie wollen Einblick ins städtische Konzept

von
20. August 2015, 15:00 Uhr

Schönes Wetter ist ein Grund zur Freude. Normalerweise. Aber mit jedem Grad mehr auf dem Thermometer sinkt die Rücksichtnahme vieler Kraftfahrer im Ostseebad. Das Parkchaos ist programmiert, die Warnemünder sind genervt von der Wildparkerei der Gäste – und dass sie selbst keine Stellplätze mehr finden. Sie fordern seit Monaten die Vorstellung des städtischen Parkraumkonzeptes. Schon drei Mal wurde das Thema im Ortsbeirat verschoben. „Die verwaltungsinterne Diskussion dazu ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Der Warnemünder Ortsbeirat ist sauer und will das Thema in die Rostocker Bürgerschaft bringen. Es gibt noch offene Fragen zum Bewohnerparken. „Die Errichtung eines Bewohnerparksystems in Warnemünde ist eine verkehrsrechtliche Herausforderung, die umfangreiche Abstimmungsprozesse erfordert“, so die Sprecherin. Sie macht Hoffnung, dass die Ergebnisse und Vorschläge noch diskutiert werden.

Besonders extrem ist die Situation in der Parkstraße. Da ist oft der ganze Grünstreifen zugeparkt, sodass die Wurzeln der Bäume Schaden nehmen können. „Da plant die Stadt im Herbst eine Abpollerung des Gehweges“, so Kanaa.

Außerdem hat die Familie eines Rollstuhlfahrers darauf reagiert, dass ständig sein personengebundener Parkplatz zugestellt ist. Sie montierte ein Schild im XXL-Format mit der Ausweisnummer an einen Pfahl. „Es gibt hier nur einen weiteren öffentlichen Stellplatz für Behinderte, das ist zu wenig, es sollten drei sein“, ergänzt Vater Hansi Parczyk.

Auch in der Mühlenstraße herrscht seit Längerem ziemliches Chaos durch das beidseitige Parken, die dazwischen fahrenden Autos und Radfahrer. „Die Mühlenstraße wird durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) regelmäßig kontrolliert, allein am 15. August sind 21 Verwarngelder ausgesprochen worden“, so Kanaa. Dieser Bereich ist ein Einsatzschwerpunkt des KOD. Das kann man von der Gartenstraße nicht behaupten. Da ist Bewohner Gerd Kühne sauer, dass oft tagelang auswärtige Kraftfahrer dort parken, ohne dafür Knöllchen zu kassieren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen