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21. November 2017 | 03:42 Uhr

Das Ostseebad ehrt seinen Helden

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2013 | 10:10 Uhr

Warnemünde | In diesem Sommer rückt ein Warnemünder Held in den Blickpunkt: Lotsenkommandeur Stephan Jantzen, der bei der Jahrhundertflut 1872 mit seinen tapferen Männern fast 100 Menschen das Leben rettete. Jantzens Todestag jährt sich am 19. Juli zum 100. Mal - und deshalb finden vom 17. bis 21. Juli die Stephan-Jantzen-Tage statt.

Dass dazu Nachkommen des Lotsenkommandeurs aus Südafrika, Österreich und Deutschland anreisen, liegt an Mathias Beese aus Kritzmow. Denn er erforscht seit Jahrzehnten die Familiengeschichte und hat Nachkommen ausfindig gemacht. Auch die Bürgerschaft hat sich dazu bekannt, Jantzen als herausragende Persönlichkeit zu ehren und diese Tage überwiegend ideell zu unterstützen. Höhepunkt der Tage ist der 19. Juli, an dem eine öffentliche Gedenkveranstaltung im Kurhausgarten stattfindet. Der Eintritt ist frei, aufgeführt werden Auszüge aus dem Stück "Die Flut", das an Jantzen erinnert.

Geschrieben hat das Werk der Musiker Ola van Sander. "Wenn man sich mit Jantzen beschäftigt, kommt Erstaunliches zutage", sagt er. "Und es wird klar, dass Jantzen es verdient, sein Werk zu würdigen." So viele Helden habe Rostock ja nicht. Van Sander stammt übrigens selbst von einem berühmten Warnemünder Seemann ab - dem Kapitän Allwardt.

Für die Jantzen-Tage hat sich im Ostseebad eine Vorbereitungsgruppe gegründet. Den Kern bilden van Sander, Jobst Mehlan und Andreas Buhse. Aber es sind, wie in Warnemünde üblich, viele andere dabei und packen tatkräftig mit an: die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, das Heimatmuseum, der Warnemünde- und andere Vereine, die Kirchgemeinde, die Agentur Kulturmeer und Firmen wie der Konzert- und Veranstaltungsservice. Da das Budget knapp ist, sind Sponsoren gefragt. "Und wir suchen jemanden, der ehrenamtlich dolmetscht, wenn wir die Familie betreuen", so Organisator Mehlan.

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