Kunsthalle : Das Jahr der Malerei steht bevor

Gemeinsam für die Kunsthalle: Ulrich Ptak, Thomas Metzke und Jörg-Uwe Neumann (v. l.)
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Gemeinsam für die Kunsthalle: Ulrich Ptak, Thomas Metzke und Jörg-Uwe Neumann (v. l.)

Ospa-Stiftung gibt der Kunsthalle finanzstarke Rückendeckung / Planung für 2014 abgeschlossen / Große zeitgenössische Meister im Zentrum

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06. Dezember 2013, 21:18 Uhr

18 Ausstellungen, mehr als 70 Veranstaltungen und rund 60 000 Besucher – für die Kunsthalle ist 2013 das erfolgreichste Jahr seit der Wende gewesen. Ausstellungen wie „Traummänner/Traumfrauen“ und „Steve Schapiro“ wirkten als Publikumsmagnete. Es war das Jahr der Fotografie.

Den Aufwärtstrend will das Kunsthallenteam halten und kann mit Rückendeckung in das zum Jahr der Malerei erkorene 2014 gehen. Die Stiftung der Ostseesparkasse (Ospa) sorgt ab sofort für mehr Planungssicherheit im Haus, hat die Kunsthalle als einen ihrer Leuchttürme erwählt und fördert sie über drei Jahre mit je 10 000 Euro.

Die Anreise der Künstler, Versicherungskosten, Leihgebühren für Bilder – das alles muss bezahlt werden und Landesförderungen werden häufig erst dann zugesagt, wenn die Ausstellung schon organisiert werden muss. „So schön es für manche Einzelprojekte ist, mal Geld zu bekommen, so wichtig ist für andere Planungssicherheit“, sagt Thomas Metzke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. So möchte sich die Kunsthalle auch baulich weiterentwickeln. Der White Cube sei ein großer Zugewinn, sagt Kunsthallenchef Jörg-Uwe Neumann. Der Parkplatz wird kommen, verspricht er. Anfang nächsten Jahres soll es damit losgehen. Und auch in der Halle beginnt dann – eben durch das Jahr der Malerei – ein neues Kapitel.

„Wir werden das Jahr mit einer spannenden thematischen Ausstellung beginnen“, sagt Jörg-Uwe Neumann. „Bilder machen Schule“ ist das Thema und damit die Kunst aus den DDR-Lesebüchern – ein Thema, das so noch nie bearbeitet wurde, sagt der Kunsthallenleiter. Auch die Sammlung der Halle und das Thema harmonieren, sagt er, und würden ihr Publikum finden. Mit den klassisch anmutenden, aber zugleich gewagten Werken von Michael Triegel hofft das Kunsthallenteam, ab Juni gerade auch ein jüngeres Publikum ansprechen zu können.

Und nicht nur die junge Zielgruppe soll erschlossen, sondern auch junge Künstler gefördert werden – da sind sich Kurator Ulrich Ptak und Jörg-Uwe Neumann einig. Bei Andreas Mühe, der seine erste Einzelausstellung in Rostock hatte, bewies die Kunsthalle ein gutes Gespür – seine Fotografien erregen heutzutage längst deutschlandweite Aufmerksamkeit. Und auch weiterhin, ob der Ruhm folgt oder nicht, will die Halle junge Künstler fördern. Ab April stellen sie deswegen Bilder von der Kolumbianerin Catalina Pabón aus.

Im Überblick: Programm für 2014

• „Bilder machen Schule. Kunstwerke aus DDR-Lesebüchern“: 16. Februar bis 6. April

• Ingo Mittelstaedt „Dort“: 9. März bis 13. April

• Claude Viallat „Der Stoff der Malerei“: 18. April bis 15. Juni. Der französische Künstler fertigt serielle Arbeiten auf schlichten Stoffen an.

• Catalina Pabón „Erstarrte Wirklichkeiten. Worlds apart“: 19. April bis 15. Juni

• Werner Tübke – Michael Triegel „Zwei Meister aus Leipzig“: 22. Juni bis 14. September. Werner Tübke (1929-2004) von der Leipziger Schule verfolgte den surrealen Realismus. Michael Triegel (*1968) wurde bekannt durch sein Porträt des Papstes.

• Finnische Kunst „Nature and More“: 29. Juni bis 14. September

• Tobias Wenzel „Schriftsteller und ihre Friedhöfe“: 27. September bis 2. November

• Königswiese „Zur Lebens- und Darstellungsform von Vereinen in Mecklenburg und Vorpommern“: 27. September bis 2. November

• Norbert Bisky „Bisky. Öl“: 16. November bis 15. Februar 2015

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