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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 03:44 Uhr

Stargast : „Das ist wie ein Lebensmotto“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christina Stürmer spielt am Montag im Mau-Club und steht im NNN-Interview Rede und Antwort zum neuen Album, Tour-Alltag und zu dem, was sie mit Rostock verbindet

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Sie ist eine der Überfliegerinnen im Musikgeschäft – Christina Stürmer. Am Montag ist sie im Rostocker Mau-Club mit ihrer „Ich hör auf mein Herz“-Tour. NNN-Autorin Nicole Pätzold sprach mit der sympathischen Österreicherin über ihr Album, Tourneen und den Ausgleich zum Rampenlicht.

Ihr aktuelles Album heißt „Ich hör auf mein Herz“. Was bedeutet es Ihnen, was wollen Sie damit ausdrücken?

Christina Stürmer: „Ich hör auf mein Herz“ ist wie ein Lebensmotto. Manche Menschen hören mehr auf ihren Kopf, andere mehr auf ihr Herz. Bei mir ist Zweiteres der Fall. Jede Entscheidung, die ich bisher getroffen habe, kam aus dem Bauch raus. Das schwebte auch über der ganzen Albumproduktion. Der Song „Ich hör auf mein Herz“ ist entstanden und dann haben wir nachher überlegt, wie wir das ganze Album nennen wollen und dann war klar, dass es so heißen muss.

Wie haben sich Ihre Themen oder auch Ihr Musikstil vom ersten Album bis jetzt verändert?

Was gleich geblieben ist, ist das Deutschsprachige. Aber man wird natürlich älter und beschäftigt sich mit anderen Dingen. Die Texte sind mit mir erwachsener geworden. Man wächst auch in die Musik immer mehr und mehr rein von Album zu Album. Es ist immer mehr meins geworden.

Haben Sie musikalische Vorbilder?

Jein. Ich habe keine Vorbilder, von denen ich sage: Genau so möchte ich klingen. Aber natürlich beeinflusst einen, was man privat so hört.

Und das wäre?

Ich höre sehr gern Gitarrenmusik. Und sonst höre ich auch John Mayer, aber auch eher so rockige Sachen wie die Stones oder Foo Fighters. Und natürlich beeinflusst das. Aber das ist normal.

Mit der Tour sind Sie am Montag in Rostock. Kennen Sie die Stadt?

Ich war schon einige Male in Rostock. Wir haben im Sommer sogar zur Hanse Sail gespielt.

Was verbinden Sie mit der Stadt?

Meer und – es klingt vielleicht blöd, aber – Fischbrötchen. Als wir hochgekommen sind, habe ich gesagt, es ist egal, was es beim Catering gibt, ich muss irgendwo ein Fischbrötchen herbekommen. Wenn man es bei uns bekommt, kann man es nicht mit dem Geschmack am Meer vergleichen.

Jetzt spielen Sie im Mau-Club, warum dort?

Vor Jahren haben wir da mal gespielt, ich glaube sogar, das erste Mal, als wir in Rostock waren. Und ich finde den Club einfach saugeil, das ist halt einfach kuscheliger und etwas abgeranzt, wie wir das sagen. Ich habe das so gut in Erinnerung.

Welchen Stellenwert haben Touren bei Ihrer Arbeit?

Das Livespielen steht bei mir ganz, ganz oben – wenn Menschen die Texte mitsingen können, strahlen oder wenn man sie mit Songtexten berühren kann. Bei einer Tour sind wir auch mit dem Nightliner unterwegs, das ist wie so eine riesige WG, die herumrollt. Man ist wirklich lange unterwegs, spielt gut sechs Konzerte die Woche. Man ist jeden Abend in einer anderen Stadt auf einer Bühne und das ist einfach extrem schön. Ich bewundere auch Bands wie Depeche Mode, die das mitunter anderthalb Jahre machen.

Was darf nie fehlen, wenn Sie touren?

Unsere Kaffeemaschine, die ist immer mit an Bord. Fast alle von uns trinken Kaffee und der muss einfach gut sein. Und dann haben wir uns irgendwann eine zusammen gekauft.

Haben Sie einen Ausgleich zu der ganzen Zeit, die Sie im Rampenlicht verbringen?

Jetzt auf Tour habe ich ein Buch mit. Ich lese dann am Abend ein bisschen oder wenn ich Zeit habe – gerade von Carlos Ruiz Zafon „Der Gefangene des Himmels“. Im Februar ist dann wirklich Ruhe. Dann ist wieder das In-den-Alltag-Reinkommen angesagt. Ich habe meine Freunde, ein Haus auf dem Land und einen Garten, der sehr groß ist. Und der braucht sehr viel Aufmerksamkeit – gerade im Frühjahr. Das ist super zum Ausgleich.

Sie engagieren sich sehr stark sozial. Was treibt Sie an?

Wenn man einen bekannteren Namen hat, wäre man dumm, wenn man das nicht nutzen würde. Und es gibt einfach viele Dinge, bei denen man helfen kann – zu viele. Ich habe so viele Anfragen, aber man kann halt einfach nicht auf tausend Hochzeiten tanzen. Es kommen viele Anfragen, manchmal passt es nicht und manchmal ist es perfekt. Bei dieser Tour unterstützen wir den Verein Brustkrebs Deutschland. Es ist sehr einfach eigentlich, dass man auf manche Dinge hinweist.

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