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60 Jahre Ostseestadion : „Das ist nachher ein Heiligtum“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Das originale Marathontor landete nicht im Schrott – schon bald wird es dank der Firma MZS frisch rekonstruiert auferstehen

svz.de von
erstellt am 27.Jun.2014 | 12:23 Uhr

Abgerissen, eingeebnet, überbaut – das Marathontor des ursprünglichen Ostseestadions ist für immer verloren. Jedenfalls, wenn man darunter das etwa zehn Meter tiefe Steinportal versteht, das an der Nordseite der Arena als Zufahrt diente. Jenen triumphbogenhaften „Tunnel“, durch den einst auch die Radsportler der Internationalen Friedensfahrt in das Rund gelangten.

Doch das eigentliche Tor, die legendäre Pforte, ist nicht im Schrott gelandet. Die gibt es noch – und sie wird bald auferstehen!

„Der FC Hansa übergab uns das Original mit der Bitte um Restaurierung“, informiert Frank Neumann, Geschäftsführer der MZS Metall-Zaun-Stahlbau GmbH & Co. KG in Bargeshagen.

Eigentlich sollte das Tor heute, am 60. Geburtstag des Ostseestadions, seine Wiedereinweihung erfahren, doch musste sie verschoben werden, nachdem das Jubiläums-Spiel FC Hansa contra Rapid Wien bzw. Ferencváros Budapest geplatzt ist.

So haben die Jungs von MZS noch ein wenig länger Zeit, sich liebevoll der insgesamt knapp fünf Meter breiten und 3,50 bis 4,40 m hohen „Türe“ anzunehmen.

Diese zu bewegen bedarf es schon eines Radladers – vier Mann kriegen mit Mühe einen Flügel gehoben. „Das ist verdammt schwer. Es wurde sehr massiv gebaut damals“, so schmunzelnd Prokurist Matthias Neumann. Der 31-Jährige, der im elterlichen Betrieb (Mutter Kirsten kümmert sich um die Buchhaltung) Konstruktionsmechaniker lernte, danach seinen Meister machte, schwärmt: „Das war früher das Herz vom Ostseestadion, und das kehrt jetzt zurück. Das ist nachher ein Heiligtum.“

Schon bald wird das originale Marathontor in alter neuer Pracht am Übergang vom Kunstrasen (Parkplatz) zur Westtribüne der DKB-Arena installiert. Und nicht nur als antiquarische Zierde – die Retro-Pforte wird das jetzt noch dort befindliche Feuerwehrtor ersetzen.

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