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22. Oktober 2017 | 08:40 Uhr

Das ist für mich die absolute Krönung

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2012 | 09:33 Uhr

Rostock | "Manni", treuer Freund der NNN-Sportredaktion, war mal wieder da. Er hat auf dem Schreibtisch wie immer einen seiner auf Rechenpapier handschriftlich verfassten Turnierberichte hinterlassen - und diesmal auch eine Flasche "Sekt mit dem gewissen Extra". Dazu einen Zettel mit der Aufforderung: "Trinkt einen auf mein Wohl für den 7. Dan!"

"Ich bin am Ziel angekommen. Mehr geht nicht"

Denn Manfred Sinnhöfer ist eine große und seltene Ehre zuteil geworden: Beim 18. Internationalen Weihnachtsturnier des KSV Grimmen wurde ihm der 7. Dan verliehen. "Herr Sinnhöfer ist auf Grund seines langjährigen Wirkens, seiner fortgesetzten herausragenden und außergewöhnlichen Verdienste sowie seiner hervorzuhebenden Trainertätigkeit vom Vorstand des Judo-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern (JVMV) dafür vorgeschlagen worden. Der Ehrenrat des Deutschen Judo-Bundes hat diesem Antragsersuchen stattgegeben und die Auszeichnung auf seiner Mitgliederversammlung in Bremen bestätigt", informierte JVMV-Präsident Harry Oberschmidt, der auch die Ehrung in Grimmen vornahm.

"Als ich 1965 den 1. Dan gemacht habe, dachte ich schon, ich wäre im Himmel angekommen. Aber das jetzt ist die absolute Krönung", so "Manni" Sinn-höfer. "Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Ich hatte nie den 7. Dan als Ziel, und doch bin ich jetzt am Ziel angekommen. Mehr geht nicht. Besonders stolz bin ich darauf deshalb, weil aus 99 Prozent meiner Sportler im späteren Leben was geworden ist." Die Auszeichnung ist dem gebürtigen Ostpreußen auch Ansporn, noch über seinen bevorstehenden 70. Geburtstag hinaus als Trainer weiterzumachen: "Ich denke mal, dass ich noch zwei Jahre durchhalte. Größtenteils mache ich das ja den Kindern zuliebe. Ich möchte ihnen über den Sport hinaus Werte vermitteln."

Den 7. Dan haben in MV außer Sinnhöfer nur Dr. Friedhelm Barck (HSG Uni Rostock) und Heinz Stiller vom 1. Schweriner JC.

Zur Person:

Manfred Sinnhöfer wurde am 26. Januar 1943 in Neupassau (Gumbinnen/Ostpreußen) geboren. Seit nunmehr 55 Jahren war und ist er als Aktiver, Trainer, Funktionär und Kampfrichter in mehreren Vereinen sowie im Judo-Landesverband tätig. Sein Werdegang in der japanischen Kampfsportart begann 1958 bei der SG Dynamo Parchim. Sinnhöfer war in Rostock Gründungsmitglied der HSG Uni, bevor er über den KSV 1989 zum PSV kam, dem er heute noch angehört. Talente wie Christian Buckatz, Alexander Czerwinski, Maurice Dech, Tina Hild, Conny Hoppe oder Robert Strohschein wurden von ihm entdeckt bzw. gingen durch seine Hände. Teilweise nahmen sie an Welt- und Europameisterschaften teil. Der 69-Jährige hat auch maßgeblichen Anteil daran, dass Rostock 15 Jahre lang, von 1994 bis 2010, in der 1. und 2. Judo-Bundesliga der Frauen vertreten war.

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