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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 14:54 Uhr

Statistik : Das ist der Rostocker in Zahlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Statistisches Jahrbuch der Hansestadt gibt Einblicke in Leben, Verhalten und Verbrauch des durchschnittlichen Einwohners.

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 09:00 Uhr

Attraktiver Single, 44,8 Jahre, lebt auf 36,6 Quadratmetern, monatliches Bruttoeinkommen von 2190 Euro sucht – dem Statistischen Jahrbuch 2014 zufolge könnte die Kontaktanzeige des Durchschnittsrostockers so klingen. Das Jahrbuch bildet die Hansestadt und ihre Bewohner in Zahlen ab, vermittelt Einblicke in die Wirtschaftskraft, die Bevölkerungsentwicklung, die sozialen, geografischen und politischen Verhältnisse.

 

Bevölkerung


Das Durchschnittsalter der Rostocker ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von 37,5 auf 44,8 Jahre gestiegen. Der Anteil der Kinder an der Bevölerung sank im gleichen Zeitraum von 18,3 auf 11,1 Prozent. 2013 wurden 1842 Babys geboren, 2245 Rostocker starben. Haupttodesursache: Kreislaufversagen, gefolgt von Krebs.In Gartenstadt und Stadtweide, Brinckmansdorf sowie Gehlsdorf leben in jedem vierten Haushalt Kinder, in der Südstadt nur in jedem zehnten. Etwas mehr als die Hälfte der 117 590 Haushalte in Rostock stellen die Singles, ein Viertel die Ehepaare ohne Nachwuchs. Im Verhältnis zu den rund 3900 unverheirateten Paaren mit Kindern haben knapp doppelt so viele verheiratete Paare Nachwuchs. Hinzu kommen fast 6300 Alleinerziehende mit Kindern.

 

Sport


Mit Abstand beliebteste Sportart in Rostock ist Fußball. Fast 12 300 Vereinsmitglieder betreiben die Sportart aktiv. Allgemeinem Sport gehen 5800 Rostocker nach, fast 3000 schwimmen und mehr als 2300 turnen. Knapp 2900 sind im Behinderten- und Gehörlosensport organisiert. Insgesamt sind mehr als 45 400 Rostocker sportlich aktiv.

 

Gesundheit


In Rostock gab es 2013 rund 430 Niedergelassene Ärzte, darunter mehr als 100 Allgemeinmediziner, und 210 Niedergelassene Zahnärzte. In den sechs Krankenhäusern der Stadt arbeiten noch einmal fast 800 Ärzte und 22 Zahnärzte. Die Kliniken verfügen über rund 1500 Betten. Beliebtester Ort für die letzte Ruhe ist mit Abstand der Neue Friedhof mit mehr als 1200 Bestattungen in 2013. Insgesamt gab es fast 2280 Bestattungen in Rostock, der überragende Teil davon per Urne. In der Hansestadt bezogen 2013 fast 11 900 Frauen Witwenrente, aber nur etwas mehr als 2300 Männer eine Witwerrente. Insgesamt waren mehr als 70 600 Rentner registriert. Sie erhielten monatlich im Schnitt 831,57 Euro.

 

Wirtschaft


Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Hansestadt ist seit dem historischen Tiefpunkt in 2005 von rund 71 300 auf fast 81 900 gestiegen. Damals hatte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sein Amt angetreten. Die Bevölkerung hatte schon drei Jahre zuvor wieder zu wachsen begonnen, von rund 198 300 auf heute mehr als 203 800.Rund 30 700 der Beschäftigten sind Einpendler. Bezogen auf den Landkreis Rostock kommen die meisten von ihnen aus Dummerstorf, gefolgt von Bad Doberan, Broderstorf und Güstrow. Aus anderen Bundesländern kommen zirka 2700. Umgekehrt pendeln fast 20 700 Rostocker aus, im umliegenden Landkreis vor allem nach Bentwisch, Dummerstorf, Bad Doberan und Roggentin. Zu ihrer Arbeitsstelle in andere Bundesländer fahren etwa 6350 Rostocker regelmäßig. Mehr als 14 200 Beschäftigte verfügen über einen akademischen Abschluss, mehr als 4700 über einen Meister oder gleichwertigen Fachschulabschluss. Die Zahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten beträgt knapp 13 350. Der durchschnittliche Brutto-Jahreslohn lag 2012 bei 26 276 Euro.

 

Ver- und Entsorgung


Der Anteil von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien wurde 2013 weiter gesteigert – auf 576 Kilowattstunden pro Rostocker. Insgesamt belieferten die Stadtwerke jeden Einwohner umgerechnet mit 1027 Kilowattstunden. Wasser verbrauchte jeder Rostocker im Schnitt 91 Liter am Tag. Das Pro-Kopf-Aufkommen an Haus-, Geschäfts- und Sperrmüll betrug 2013 rund 270 Kilogramm.

 

Bautätigkeit


2013 haben Investoren für baureifes Land 58,24 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Den Top-Wert seit der Wende hält das Jahr 2010 mit 140,47 Euro pro Quadratmeter. Damals gab es 302 Kauffälle, 2013 waren es lediglich 53. Den größten Wohnungsbau-Boom seit dem Jahr 2000 verzeichnete Brinckmansdorf. Dort entstanden vor allem Wohnungen mit fünf und mehr Räumen. Rund 970 Wohnungen dort verfügen über 105 Quadratmeter und mehr. Hinter Stadtmitte, wo es knapp 1240 Wohnungen in dieser Größenordnung gibt und ebenfalls fleißig gebaut wird, belegt Brinckmansdorf damit Platz zwei. Die meisten kleinen Wohnungen mit weniger als 45 Quadratmetern bietet die Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Es sind mehr als 3700.

 

Verkehr


Die 70 Straßenbahnen haben 2013 mehr als 27 Millionen Fahrgäste transportiert, die 67 Omnibusse knapp 12,4 Millionen. Das Rostocker Straßennetz umfasst 732 Kilometer. Bei 86 400 Pkw und 4300 Zweirädern, die 2014 in der Stadt gemeldet waren, kommen auf je 1000 Einwohner 445 Fahrzeuge. Nicht einmal 1200 Pkw fahren statt mit Benzin oder Diesel mit Gas oder anderen Kraftstoffen. 2013 wurden 1325 neue Führerscheine ausgestellt. Es gab 622 Unfälle mit Verletzten und drei Unfälle mit Getöteten. Tendenz: abnehmend. Rund 22 300 Autofahrer waren zu schnell, mehr als 800 ohne gültigen Führerschein und 251 betrunken unterwegs. Die rote Ampel ignorierten rund 1440 Autofahrer. Wegen Falschparkens verteilten Politessen und Polizei 92 000 Knöllchen.

 

Sicherheit


Fast 960-mal haben Tiere und Insekten 2013 Feuerwehreinsätze ausgelöst. Brände und Explosionen gab es rund 350, drei davon waren Großbrände. Auch mehr als 1300 Fehlalarme gingen ein.
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