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24. November 2017 | 18:04 Uhr

Das Hanse-Sail-Fieber steigt

vom

svz.de von
erstellt am 06.Aug.2012 | 08:23 Uhr

Rostock | Am Vorabend der Hanse Sail steigt bei den Beteiligten die Spannung. "222 Schiffe steuern Rostock an, das ist keine Selbstverständlichkeit", sagt Holger Bellgardt, Chef des Hanse-Sail-Büros. Besonders froh sei er, dass die Viermast-Bark "Krusenstern" der Hansestadt im letzten Moment den Vorzug gegenüber Olympia-London gegeben hat. "Ein weiteres großes Schiff hätten wir aber auch gar nicht mehr unterbringen können", so Bellgardt.

Einen Segler hätte er trotzdem gerne noch begrüßt: die "Gorch Fock". "Die Marine hätte sie auf jeden Fall nach Rostock und nicht London geschickt, aber sie liegt noch bis Ende des Monats auf der Werft", sagt Konteradmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke, Chef des Marineamts. Für Ersatz sollen die Fregatte "Rheinland-Pfalz" in Warnemünde, ein Schnellboot im Stadthafen und der Stützpunkt in Hohe Düne sorgen. "Außerdem werden wir die beiden neuen Korvetten vorführen", so Kolletschke.

Bellgardt erwartet während der fünf Tage rund eine Million Besucher - wenn das Wetter mitspielt. Und die Aussichten seien gut: "Es soll keinen Regen geben und nicht zu windig werden", so der Organisations-Chef. Ideale Bedingungen, ob für die Begrüßungssalven der 40 Kanoniere in Gehlsdorf, für das geplante Feuerwerk im Stadthafen und in Warnemünde Sonnabendnacht oder für die tausenden Mitsegler auf den Schiffen. "Es wird wenig Seekranke geben", so Bellgardt. Plätze seien noch reichlich vorhanden, auch wenn der Sonnabend schon gut gebucht sei.

Den inoffiziellen Auftakt zur Sail machen erneut die Haikutter mit ihrer morgigen Wettfahrt vom dänischen Nysted nach Warnemünde. Daran wird unter anderem Polarforscher Arved Fuchs mit seiner "Dagmar Aaen" teilnehmen. Wie seine Konkurrenz wird er gegen 17 Uhr am Zielort erwartet. Laut Bellgardt machen diese kleinen Schiffe einen Großteil des Sail-Flairs aus: "Wir machen jedes Mal Luftsprünge, wenn solche Schiffe aus Dänemark, Schweden oder Polen eintrudeln." Ebenso ein Grund für große Freude sei, dass Bundespräsident Joachim Gauck sein Kommen angekündigt hat. Er wird am Donnerstag um 17.30 Uhr den offiziellen Startschuss für das Fest geben.

Neben den Schiffen wie der "Star Flyer", die erstmals in Warnemünde anlegen wird, gibt es aus Sicht von Bellgardt noch viele weitere Höhepunkte. Einer davon sei das Wasserflugzeug vom Typ "Sikorski 38", dass im Fischereihafen zu bestaunen ist. "Das ist eine Legende", so der Sail-Chef. Wenigstens Start und Landung werde er sich ansehen, wenn die Zeit auch nicht für mehr reiche. Denn alles in allem fahren die Organisatoren 100 Programmpunkte auf - von "Rock the Ramp" neben der "Georg Büchner" über die Modellschau im IGA-Park bis zur Wahl des Mister und der Miss Hanse Sail.

Und auch die Partygänger sollen nicht zu kurz kommen: "Wir haben einen sehr gut sortierten Kirmesbereich im Stadthafen und sind noch breiter aufgestellt als in den Vorjahren", so Bellgardt. Unter anderem werden Tim Bendzko am Donnerstagabend und Laith Al-Deen am Sonnabendabend auf den großen Bühnen erwartet.

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