Wettbewerb : Das große Flattern: Züchter zeigen ihre schönsten Vögel

Mit seiner Seidenhühner-Zucht räumte Lothar Schröder Zusatzpunkte ab – das macht ihn stolz Fotos: Michaela Kleinsorge
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Mit seiner Seidenhühner-Zucht räumte Lothar Schröder Zusatzpunkte ab – das macht ihn stolz Fotos: Michaela Kleinsorge

Bei der Rassegeflügelschau wurden an diesem Wochenende rund 370 Tiere gezeigt. Die Vereine hadern mit ihren Mitgliederzahlen.

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30. November 2015, 12:00 Uhr

Die Satower hat am Wochenende das große Flattern erwartet. Rund 370 Hühner, Tauben und Gänse zogen zur großen Rassegeflügelschau in die Mehrzweckhalle an der Seestraße ein. Vereine aus Satow und Hohen Luckow zeigten ihre schönsten Zuchtexemplare und stellten sie in den Wettbewerb. So gab es auch für außenstehende Besucher viel zu sehen.

Lothar Schröder aus Satow stellte seine Seidenhühner mit flauschigen Federn aus. Ursprünglich wurden die in Asien gezüchtet. Nach der Zubereitung sind sie mit blauem Fleisch und Knochen nicht für jeden Geflügelgourmet zum Anbeißen. „Sie haben fünf statt vier Zehen, eine ledrige Haut und einen Wildgeschmack“, beschreibt der Satower die Unterschiede zum beliebten deutschen Suppenhuhn. Mit 96 Punkten durfte er sich über einen Ehrenpreis freuen. Die schönsten Weihnachtsgänse dürfen noch weiterschnattern und ihr Gefieder in ausgefallenen Farben zur Schau stellen, wenn sie als vorzüglich oder hervorragend eingestuft wurden. Bei den Celler Gänsen punktete Katharina Röhm. Die schönste Taubenzüchtung hingegen war eine Texaner rotfahl von Besitzer Walter Bleeck aus Neubukow. Und doch hat das gehegte und gepflegte Federvieh mit Gefahren jenseits des Kochtopfs zu kämpfen. „Ich kann meine Hühner heute leider nicht ausstellen, weil wir Besuch vom Fuchs hatten“, beschreibt Ausstellungsleiterin Maria Triebel vom Verein Hohen Luckow. Die Taubenhalter fürchten die Greifvögel.

Beide Vereine hadern auch mit den Mitgliederzahlen, der Nachwuchs ist an anderen Hobbys interessiert. „Es ist wichtig, dass wir die Zucht weiterführen, um die Vielfalt der Rassen zu erhalten“, erklärt Triebel die Hauptsorge der Züchter. Für sie ist es auch unverständlich, dass nur wenige Dorfbewohner Nutztiere halten. „Es ist ein schönes Hobby und ich weiß, was ich esse“, sagt sie.

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