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25. November 2017 | 01:27 Uhr

Das Ende der "Warnemünde"

vom

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2013 | 10:10 Uhr

Rostock | Vor 50 Jahren, am 26. Mai 1963, hat die Eisenbahnfähre "Warnemünde" für die Deutsche Reichsbahn (DR) ihren Liniendienst auf den Fährrouten Warnemünde-Gedser und Sassnitz-Trelleborg aufgenommen. Vor zehn Jahren, im März 2003, wurde sie dann in Aliga in der Türkei abgewrackt.

Zur wechselvollen Geschichte: Im Auftrag der Deutschen Reichsbahn und des Fährschiffamts Sassnitz wurde 1961 ein zweites Eisenbahnfährschiff auf der Rostocker Neptun-Werft projektiert. Zuvor war schon das Fährschiff "Sassnitz" in Auftrag gegeben worden. Der Neubau sollte über Bug Warnemünde mit Gedser sowie über Heck Sassnitz mit Trelleborg verbinden. Er wurde 1962/1963 gefertigt und am 8. Juli 1962 auf den Namen "Warnemünde" getauft. Von 1963 bis 1995 hat das Schiff in 32 Jahren mit einem zuverlässigen, pünktlichen Betrieb mehr als 1,6 Millionen Seemeilen auf den Fährrouten zurückgelegt.

Das Ende des Schiffes wurde am 1. Januar 1992 eingeleitet. Damals übernahmen die Fährbetriebe Vogelfluglinie (FBV) als Sonderabteilung der Bundesbahndirektion Hamburg die fachliche Kompetenz auch für die Fährlinie Warnemünde-Gedser. Im April 1993 folgte dann die Übernahme des Betriebs der "Warnemünde" durch die neu gegründete Reederei Deutsche Fährgesellschaft Ostsee (DFO). Sie setzte das Schiff letztmals am 24. September 1995 auf der Route Warnemünde-Gedser ein. Am 30. Januar 1996 verkaufte die DFO das Fährschiff "Warnemünde" für rund vier Millionen Dollar an die italienische Reederei TR.I.S. in Genua.

Diese benannte das Schiff auf den Namen "Admiral" um und setzte es anschließend vorwiegend zwischen Genua und Palau auf Sardinien ein. Diese Zeit war von Kollisionen, Havarien und Umbauten geprägt. Als die Reederei 2002 Konkurs anmelden musste, wurde die "Admiral" für eine halbe Million Dollar Schrottwert in der Türkei aufgelegt und im März 2003 schließlich dort abgewrackt.

Trotz ihres traurigen Endes wollen ihre Erbauer und ehemaligen Besatzungsmitglieder die "Warnemünde" in guter Erinnerung behalten. Schließlich haben sie viel Herzblut in das Fährschiff gesteckt.


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