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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Volkstheater : Das Aus für zwei Sparten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgerschaft spricht sich für Kooperationsmodell aus.

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 20:15 Uhr

Mit knapper Mehrheit hat sich die Rostocker Bürgerschaft am Mittwochabend für die Schließung der Sparten Musiktheater und Tanz ausgesprochen. Nach einer mehrstündigen Debatte stimmten 26 zu 21 Mitglieder für den von den Fraktionen CDU, SPD, Grüne und Für Rostock am Montagabend präsentierten Beschluss zur Neustrukturierung des Volkstheaters.

Demnach soll Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) über ein Kooperationsmodell, eine so genannte 2+2-Struktur, verhandeln. Ziel ist es, die öffentlichen Zuschüsse für das Haus bis 2020 auf rund 18 Millionen Euro zu stabilisieren. Diese sollen je zur Hälfte von Stadt und Land finanziert werden. Außerdem hat Bildungsminister Mathias Bordkorb (SPD) signalisiert, die Hansestadt im Gegenzug zur Neustrukturierung der Bühne beim Neubau-Projekt zu unterstützen. De facto hat das Kooperationsmodell die Abwicklung der Sparten Tanz- und Musiktheater zur Folge. Neben dem künstlerischen Personal sind Mitarbeiter der Verwaltung und technischer Bereiche betroffen. Der Kaufmännische Geschäftsführer des Theaters, Stefan Rosinski, rechnete vor, dass 81 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Die an dem so genannten Theater-Kompromiss beteiligten Fraktionen unterstrichen in der Debatte wiederholt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Allein der Oberbürgermeister sprach offen von Spartenschließung und Stellenreduzierung.

Während der SPD-Fraktionsvorsitzende Steffen Wandschneider erklärte: „Es ist das Beste, was möglich ist – bei allen Bauchschmerzen“, warnte Volkstheater-Intendant Sewan Latchinian: „So kann aus 2+2 schnell null werden.“

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