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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. Oktober 2017 | 13:40 Uhr

Darwineum verbucht Besucherrekord

vom

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2012 | 06:54 Uhr

Rostock | Der nachgestellte Urknall im abgedunkelten Raum, die Evolutionsgeschichte durch die verschiedenen Zeitalter in den Themenkojen und vor allem die atmosphärische Tropenhalle, das Zuhause der Affen - das Darwineum hat voll eingeschlagen. Allein in den ersten vier Wochen seit der großen Eröffnung am 8. September wollten 65 000 Besucher die Evolutionsausstellung im Rostocker Zoo sehen. "Das ist eine tolle Zahl", sagt Zoo-Direktor Udo Nagel. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten die verkauften Eintrittskarten verdoppelt werden. Am Tag der Deutschen Einheit wurde mit 6882 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt.

Zoo-Team tüftelt an Neuheiten

"Es sind auch die vielen Kleinigkeiten, die die Besucher begeistern", sagt Nagel. Regelmäßig pilgert der Zoo-Chef selbst durch seine Großattraktion, erklärt hier und da den Besuchern Details wie die Touchscreens oder was sie auf keinen Fall verpassen dürfen. Die Leute würden immer wieder etwas Neues entdecken auf der 20 000 Quadratmeter großen Anlage.

Dennoch feilt das Zoo-Team weiter an der riesigen Evolutionsausstellung. Gestern erst wurde zusammen mit Eurawasser Nord ein kleines Brunnental im Eingangsbereich des Darwineums eingeweiht. Das Unternehmen ist ein langjähriger Partner des Zoos. "Mit der Förderung des Darwineums können wir gezielt zur Entwicklung eines der beliebtesten Ausflugsziele des Landes beitragen", sagt Eurawasser-Nord-Chefin Gesine Strohmeyer.

Steinmetz Frank Klafack vom Betrieb Steinpflug hat für das Brunnental über 15 Tage Fossilienbilder wie Dickinsonia und Paradoxidies in fünf Findlinge aus Norwegen eingearbeitet. In der Mitte der 600 bis 900 Kilogramm schweren Kunstwerke steht ein Sprudelstein, der das Fossiliental abrundet. Auch im Darwineum direkt bleibt es bewegt: Ins Korallenbecken sind 5000 Einsiedlerkrebse eingezogen. Faultierdame Sidney soll Gesellschaft von einem männlichen Artgenossen bekommen und auch ein Gibbonpärchen soll noch nachziehen. Die kleinen Zwergseidenäffchen haben sich eingelebt: Anfangs noch schüchtern, zeigen sie sich jetzt gern den Besuchern. Nagel setzt weitere Hoffnungen in die Kleinen: "Vielleicht kriegen wir da den ersten Nachwuchs." Auch Gorilla Gorgo, der zur Eröffnung noch an die Scheibe trommelte, hat sich beruhigt. Die Nachbarschaft zu Silberrücken Assumbo hatte ihn nervös gemacht, mittlerweile hat er sich an ihn gewöhnt.

Das Vertrauen, das das Zoo-Team in die Besucher gesetzt hat, hat sich bewährt. Nur in Themenkoje eins ist von einem Modell etwas abgebrochen. Alles andere, die Touchscreens, die Dioramen, ist heil geblieben, die vorgegebenen Wege werden genutzt. "Ich bin stolz auf meine Besucher", sagt Nagel.

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