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23. November 2017 | 23:31 Uhr

Zoo Rostock : Darwineum sorgt für Besucherrekord

vom

Der Rostocker Zoo hat dank des Darwineums seinen Besucherrekord geknackt. Fast 628 000 Gäste kamen im vergangenen Jahr in den größten Tierpark an der Ostseeküste, und damit knapp 103 000 Besucher mehr als im Vorjahr.

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2013 | 05:27 Uhr

Rostock | Der Zoo hat dank des Darwineums seinen Besucherrekord geknackt. Fast 628 000 Gäste kamen im vergangenen Jahr in den größten Tierpark an der Ostseeküste, und damit knapp 103 000 Besucher mehr als im Vorjahr. Das Konzept des lebendigen Museums mit Evolutionsausstellung, Korallen, Schildkröten, Insekten und dem Zuhause der Affen, der Tropenhalle, geht auf, sagt Zoo-Direktor Udo Nagel. "Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen." Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen: mit tierischen Liebespaaren und neuen Bewohnern.

Neue Liebe und Vögel in der Tropenhalle

"Das Schönste, das aus meiner Sicht kommt, ist die Nutzung der Außenanlage", sagt Nagel. In diesem Zusammenhang wird das Freigelände für die Affen weiter gestaltet. Derzeit feilen die Mitarbeiter unter Hochdruck an den Feinheiten. Ziel des Direktors ist es, einen vernünftigen Mix zwischen dem Wohlbefinden der Tiere und einer guten Beobachtungsperspektive für die Besucher zu finden.

"Wir pflegen im Darwineum die Harmonie", sagt er. Erdhügel, liegende Baumstämme und größere Steine sollen Mensch und Tier in der Außenanlage auf Augenhöhe bringen. Gorilla-Chef Assumbo und Co bekommen in ihrem Außengehege Badestellen, überdachte und schattige Plätze sowie neue Hängematten und Kletternetze. Gerüste sollen für die Jungtiere eine zweite Ebene und eine Spielmöglichkeit bieten. Auch für die Orang-Utans, die am liebsten auf Bäumen klettern, gibt es neues Mobiliar, wie stabile Hangelgerüste. Wie auch beim Einzug ins Darwineum müssen sich die Tiere erst an ihre neue Umgebung gewöhnen, sagt Nagel. Bei guter Wetterlage können sie damit schon ab Juni anfangen. Auch in der Tropenhalle wird sich einiges ändern. Vögel sollen einziehen, frei fliegen können und die Halle damit noch lebendiger machen. Dazu sollen auch die Bewohner des Darwineums beitragen. Faultierdame Sydney erwartet einen neuen Partner. "Wir hoffen, dass die Liebe gedeiht", sagt Kuratorin Antje Zimmermann. Das Korallenriff soll noch weiter wachsen. Korallen werden geteilt und neue Tiere eingesetzt. Schon jetzt beherbergt das Riff 45 Tierarten, wie Scheibenanemonen, Korallenfische und natürlich die eigentlichen 19 verschiedenen Korallen-Arten. Schüler des Erasmus-Gymnasiums erforschen das Riff und seine Bewohner. Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und der Regionalen Schule Satow beobachten das soziale Leben der Affen und erforschen die Evolution der Buntbarsche. Mit anderen Schülern tauschen sie sich international aus.

Möglich werden diese aufwändigen Projekte auch durch die Partner des Darwineums. Die Kooperationsgemeinschaft Tier- und Artenschutz besteht seit 2004. Die Hauptpartner des Zoos sind dabei die Stadtwerke, die Hafen-Entwicklungsgesellschaft, Lotto MV sowie die Ostseesparkasse Rostock. Ihre Förderung wird in die Jugendarbeit und gezielt auch in die Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere investiert, so Nagel. Den langen Weg vom Menschenaffenhaus zum Darwineum können die Besucher jetzt auch nachlesen, der Zoo hat ein Buch zur Geschichte herausgegeben.

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