NNN-Spendenaktion : Danke für mehr als 5000 Euro!

Neue Wege will Sozialarbeiterin Dörte Schlaack den Obdachlosen aufzeigen, die sie betreut.
Foto:
1 von 1
Neue Wege will Sozialarbeiterin Dörte Schlaack den Obdachlosen aufzeigen, die sie betreut.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck beteiligt sich

svz.de von
12. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend. Dem NNN-Aufruf, für die in der Hansestadt von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen zu spenden, um ihnen gerade zu Weihnachten das Gefühl von Geborgenheit und Gemeinschaft zu geben, folgen Privatpersonen, Vereine und Firmen. Viele Sachwerte wurden abgegeben und auf dem Spendenkonto sind bereits mehr als 5000 Euro eingegangen. Unter den Spendern ist auch Bundespräsident Joachim Gauck. Er hat in diesem Jahr 1000 Euro überwiesen, damit den Ärmsten der Armen in seiner Heimatstadt Rostock geholfen werden kann. Genau das macht Sozialarbeiterin Dörte Schlaack.


Sozialarbeiterin hilft Obdachlosen

Vertrauen und Ehrlichkeit werden bei Dörte Schlaack groß geschrieben. Die Sozialarbeiterin betreut Personen, die zurzeit wohnungslos sind. Sie finden im Sozialen Integrationszentrum vorübergehend eine Wohnung und Hilfe.

Jeder Bewohner bringt seine eigenen Erfahrungen und Probleme mit. „Ich versuche im Hinterkopf zu haben, dass jeder hier etwas Besonderes ist, auch wenn er seine Fehler und Macken hat“, erzählt Dörte Schlaack. Der Sozialarbeiterin ist eine nachhaltige Hilfe sehr wichtig. So spricht sie Probleme wie Schulden oder Süchte direkt an und erklärt: „Ich bin für klare Worte, dann weiß jeder, woran er ist.“ Natürlich kann Dörte Schlaack nur helfen, wenn die Betroffenen ehrlich zu ihr sind und die Hilfe auch annehmen wollen. „Ich kann sie nur motivieren, etwas zu verändern. Alles steht und fällt mit der Entscheidung des Bewohners“, beschreibt sie ihren Ansatz. Hat dieser eine Entscheidung getroffen, respektiert die Sozialarbeiterin sie und zeigt dann gegebenenfalls die Konsequenzen auf. Seit zwei Jahren arbeitet Dörte Schlaack schon im Integrationszentrum. „Es ist hier sehr schön, ich fühle mich wertgeschätzt und arbeite gern mit den Bewohnern zusammen“, erzählt sie.

Eine Trennung von Arbeit und Privatleben ist ihr sehr wichtig. „Man sollte nie vergessen, dass das Private die Akkus für die Arbeit auflädt.“ Doch gerade in Zeiten, in denen beruflich viel Streß herrscht, nimmt auch sie manchmal die Arbeit mit nach Hause. Ihre Aufgabe liegt Dörte Schlaack im Blut, denn auch ihre Mutter war Sozialarbeiterin. Erst mit 30 entschließt sich die heute 43-Jährige, Erziehungswissenschaften zu studieren. An die Zeit des Studiums denkt Dörte Schlaack gern zurück. „Wenn ich es mir leisten könnte, wäre ich ein ewiger Student. Man hatte so viele Freiheiten“, sagt sie. Auch die Vielfalt der Themen und die Bereiche des Studiums haben sie fasziniert. Neben der Betreuung der Obdachlosen gibt es auch noch die Dokumentation der Arbeit, die sie immer mehr beansprucht. Trotzdem nimmt sich die Sozialarbeiterin Zeit für die Gespräche – denn für sie geht es in erster Linie um die Menschen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen