Graal-Müritz : Dank „Heiner“ Leben retten

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DLRG-Ortsgruppe Graal-Müritz nimmt neues Boot in Betrieb – und will jetzt die Jugendarbeit ausbauen

svz.de von
04. November 2014, 11:00 Uhr

„Heiner“ hat einen stabilen Rumpf, 115 Pferdestärken und jede Menge Platz für die Crew: Die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Graal-Müritz konnten nach langem Warten jetzt ihr neues und längst überfälliges Boot mit allen technischen Raffinessen in Betrieb nehmen.

45 000 Euro hat „Heiner“ gekostet. Und die sind gut angelegt: Die Ausstattung wurde genau an die Bedürfnisse der Retter angepasst. „Wir haben unsere jahrelangen Erfahrungen einfließen lassen“, sagt Ausbilder Ronaldo Hocher. So wurde der Fahrstand weit vorne angeordnet, sodass an Bord reichlich Platz für Wiederbelebungsversuche geschaffen wurde. GPS und Funkanlage sollen den Einsatzradius im Küstenbereich erhöhen.

Mit Blaulicht und Suchscheinwerfern sind die Lebensretter jetzt auch bei Dunkelheit bestens gerüstet. Der Suzuki-Motor verleiht dem Boot mit Bugaufdoppelung, Seitenschutz und Kielschiene die nötige Schnelligkeit für den Einsatz. Damit die DLRG auch mobil an anderen Einsatzorten tätig sein kann, hat die Gemeinde einen neuen Trailer für das Boot gespendet.

Vor der Probefahrt wurde das knallrote Boot vom Typ RIB offiziell an der Seebrücke getauft. Bürgermeister Frank Giese (parteilos) war der Pate. Geduscht mit einem Gläschen Sekt, erhielt das Boot seinen Namen „Heiner“ zu Ehren von Heiner Teichert. Denn der Graal-Müritzer war 1957 einer der Mitbegründer der Wasserrettung. Dazu gab es ein Ständchen vom Posaunenchor und den Segen des Pastors Andreas Timm. Die Jugendausbildung soll durch das neue Boot ebenfalls profitieren, weil jetzt alle Mitglieder an Bord passen. Seit kurzem trainieren Mitglieder der DLRG gemeinsam mit einigen Rettern der Freiwilligen Feuerwehr. Beide Gruppen möchten sich gegenseitig bei Einsätzen ergänzen, sowie eine Verbesserung des Rettungsdienstes außerhalb der Badesaison von Oktober bis April herstellen.

„Ein Drittel der Kosten für ,Heiner’ konnten wir immerhin aus den eigenen Taschen beisteuern“, so die DLRG-Vorsitzende Nicole Toczek. Der Rest wurde durch Fördergelder und Sponsoren mobilisiert. Die Ostseesparkasse spendierte zusätzlich die Bootsausrüstung.

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