Kösterbeck : Dank Enkel zur Autorin

Um ihrem Enkel Jannik eine Freude zu machen, setzt sich Ursula Wippler an ihren Rechner und schreibt Tschipis Geschichte auf. Diese ist im Mai als Buch erschienen.
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Um ihrem Enkel Jannik eine Freude zu machen, setzt sich Ursula Wippler an ihren Rechner und schreibt Tschipis Geschichte auf. Diese ist im Mai als Buch erschienen.

Kösterbeckerin Ursula Wippler veröffentlicht ihr erstes Kinderbuch über die Abenteuer eines kleinen Spatzes

svz.de von
03. August 2016, 11:45 Uhr

Dass sie ihre Geschichte von den Abenteuern des kleinen Spatzen Tschipi einmal als Buch in den Händen halten würde, hätte sich Ursula Wippler aus Kösterbeck nicht träumen lassen. „Mein Enkel Jannik möchte immer, dass ich ihm Geschichten erzähle“, sagt die 63-Jährige. „Aber dass man diese jetzt als Kinderbuch kaufen kann, das war eigentlich nie meine Intention.“

Im Mai ist ihr Erstlingswerk erschienen. Es erzählt die Geschichte des Spatzen Tschipi, der im Wechsel der Jahreszeiten die Natur entdeckt und Abenteuer erlebt. „Auf die Idee bin ich durch meinen Enkel gekommen. Wenn es bei uns ruhig ist, hört man hier die Vögel zwitschern. So auch an diesem Tag“, erinnert sich Wippler. Um ihrem Enkel die Geschichte später zu schenken, setzt sie sich an ihren Laptop und schreibt sie nieder. „Ich habe für ihn ein kleines Fotobuch erstellt“, erzählt sie.


Kleiner Spatz entdeckt die Natur


Ihre Familie und ehemaligen Kollegen sind es, die Ursula Wippler dazu bewegen, ihre Geschichte an einen Verlag zu schicken. „Ich habe dann nach einem passenden gesucht und mein Manuskript auf gut Glück eingesandt“, erinnert sich die Rentnerin. Das war vor gut einem Jahr. Schon 14 Tage später erhält sie die Zusage. Und im Oktober entscheidet sich die 63-Jährige dazu, dass ihre Geschichte vom kleinen Spatzen aus Kösterbeck als Buch gedruckt werden soll. „Ich habe mir dann selbst einen Illustrator hier aus der Umgebung gesucht, Hannes Falke. Auf ihn aufmerksam geworden bin ich, weil er in einem Artikel sagte, dass er gern einmal ein Kinderbuch illustrieren würde“, so Wippler. Beide entscheiden sich, Tschipi zum Leben zu erwecken. „Jannik wusste genau, wie er auszusehen hat. Und schon der erste Entwurf von Hannes Falke war es“, erinnert sie sich. In den kommenden Wochen sammeln sie Ideen, überlegen, welche Szenen sie bebildern möchten. „Die Zusammenarbeit war toll“, so Wippler. Im Januar haben sie alles fertig, senden es an den Verlag und im April wird es gedruckt. „Ich weiß noch, wie das Paket mit den Büchern angekommen ist. Jannik war hier und durfte es öffnen“, berichtet Wippler.


Strahlende Kinderaugen als größte Belohnung


„Seine strahlenden Augen zu sehen, das war die größte Belohnung für mich.“ Ihm und seinem kleinen Bruder hat die Kösterbeckerin das Buch auch gewidmet. „Das war mir sehr wichtig, denn es ist Janniks Geschichte.“ Aber auch Ursula Wippler ist stolz auf ihr Erstlingswerk: „Es ist schon ein tolles Gefühl, das Buch in den Händen zu halten. Zumal es aus einer Laune heraus entstanden ist.“ Ob das Buch ein Erfolg wird, könne man erst in einem Jahr sagen, so Wippler. Im Oktober soll es auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden. Erste Reaktionen auf ihr Buch hat sie aber bereits. Im Kindergarten Roggentin hat sie Tschipis Abenteuer vorgelesen – mit Erfolg. „Die Kinder wollten wissen, wie es weiter geht und ob ich noch andere Bücher schreibe“, erzählt sie. Darüber hat sie sich aber noch keine Gedanken gemacht. Erst mal heißt es für sie, sich neue Geschichten für ihre Enkel auszudenken.

„Die großen Abenteuer eines kleinen Spatzen“, Paramon Verlag, ISBN 978-3-03830-254-4

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