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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 16:47 Uhr

Wirtschaft Rostock : Cortronik setzt auf Wachstum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stent-Hersteller plant Neubau. Jetzt 300 Mitarbeiter

von
erstellt am 02.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Mit einem Neubau auf einem Nachbargrundstück will die Rostocker Medizintechnik-Firma Cortronik ihre Herstellungskapazität verdoppeln. „Der Bauantrag ist gestellt“, sagt Geschäftsführer Carsten Momma. „Wir wollen mit unseren Produkten künftig auch auf den amerikanischen und asiatischen Markt“, ergänzt er. Schon jetzt verlassen jährlich knapp eine Million Stents die Fertigungsräume im Technologiezentrum Warnemünde. Die kleinen Lebensretter werden Patienten beispielsweise nach einem Herzinfarkt als Gefäßstützen eingesetzt. Momma zählt sie zu den besten der Welt, zum Teil können sie sogar mit Medikamenten beschichtet werden.

Seit gestern arbeitet auch Cornelia Linke an den Stents mit. Die 54-Jährige passt genau ins Profil. „Ich habe vorher schon im medizintechnischen Bereich gearbeitet“, sagt die Warnemünderin. Ihr künftiges Aufgabengebiet der Qualitätskontrolle nimmt sie im Reinraum wahr. Linke ist damit bereits die 300. Angestellte des Unternehmens, das seit seiner Gründung 1998 eine Erfolgsgeschichte schreibt. Die Mitarbeiter Nummer 100 und 200 wurden zum zehnjährigen Jubiläum 2008 sowie 2014 eingestellt.

Auch sie sind beide noch im Unternehmen tätig. Bei der Gründung gab es neben Momma nur eine Handvoll weitere Mitarbeiter im Technologiezentrum. Aber „von Anfang an war klar, dass wir ein neues Haus bauen“, so der Geschäftsführer. Mit dem Einzug im Jahr 2001 stieg die Stückzahl und wurde eine eigene Entwicklungsabteilung eingerichtet. „Ziel ist die Symbiose von Forschung und Entwicklung“, sagt Momma.

Für die Verbesserung der eigenen Produktpalette beschäftigt das Unternehmen unter anderem auch Physiker, Chemiker und Ingenieure. Die unmittelbare Nähe zum Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien, einem An-Institut der Rostocker Uni, sowie zum Institut für Biomedizinische Technik der Uni sei ebenfalls hilfreich. Beide sitzen gleich nebenan in der Friedrich-Barnewitz-Straße 4 und waren ein entscheidender Faktor für die Gründung von Cortronik.

2014 weihte das Unternehmen einen weiteren Anbau ein. Jetzt gilt: „Wir haben kaum noch Wachstumsmöglichkeiten“, sagt Momma. Deswegen müsse der Neubau auf dem Grundstück des ehemaligen Angelvereins im Wiesenweg her. Die Pläne dafür stellte er bereits im März im Ortsbeirat vor. Einen offiziellen Starttermin für die Bauarbeiten gibt es aber noch nicht. Erst müssen die Ämter den eingereichten Bauantrag genehmigen.

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