Warnemünde : Conexeum als Mittelmole-Vision

Legende der Visionen der Interessengemeinschaft:  1.  Veranstaltungen, Heimatbühne, Vereine und Kino; 2. Schaufenster Stadt/Region/MV/Ostsee; 3. Begehbarer Kutter mit Fischereiexponaten; 4. Fischereimuseum mit Aquarium; 5. Tauchbasis; 6. Wassersportzentrum; 7. Robbenstation; 8. Tauchgondel; 9. Gastlieger; 10. Fährmuseum mit Waggon und Rangierlok; 11. Ausstellung DDR-Transit; 12. Maritimer Kinderspielplatz. Internet: www.conexeum.de Zeichnung: Hansi Parczyk
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Legende der Visionen der Interessengemeinschaft: 1. Veranstaltungen, Heimatbühne, Vereine und Kino; 2. Schaufenster Stadt/Region/MV/Ostsee; 3. Begehbarer Kutter mit Fischereiexponaten; 4. Fischereimuseum mit Aquarium; 5. Tauchbasis; 6. Wassersportzentrum; 7. Robbenstation; 8. Tauchgondel; 9. Gastlieger; 10. Fährmuseum mit Waggon und Rangierlok; 11. Ausstellung DDR-Transit; 12. Maritimer Kinderspielplatz. Internet: www.conexeum.de Zeichnung: Hansi Parczyk

Interessengemeinschaft legt Modell und Zeichnung als Anregung vor. Stadt präsentiert ihren Plan am 14. April

svz.de von
08. März 2014, 10:00 Uhr

Auch wenn die Planungen zur Mittelmole bei der Wiro und im Stadtplanungsamt fast vollendet sind: Kreative aus Warnemünde haben jetzt ergänzende Ideen für dieses Filetstück zusammengetragen. Ab heute Mittag zeigen sie ein Modell und einen Plan in der Kirche am Kirchenplatz. In der Interessengemeinschaft Alter Fährhafen Warnemünde haben sich Zeichner Hansi Parczyk, Modellbauer Kirk Parczyk sowie Filmemacher Heiko Schulze und andere Mitstreiter zusammengefunden. Bevor der städtische Funktionsplan vorgestellt ist, wollen sie ihre Überlegungen öffentlich bekannt machen.

„Wir verstehen unsere Überlegungen als Visionen und Anregungen“, sagt der Warnemünder Hansi Parczyk. Kommerzielle Interessen verfolgt niemand, ihr Motor ist die Verbundenheit zum Ostseebad, der Wunsch nach dem sensiblen Umgang mit dem Ortsbild und der Historie. Bei den aktuellen Plänen zur Mittelmole kommt vielen Warnemündern der Erlebnis-Charakter zu kurz, die hohen Wohnbebauungen verstellen den Blick auf den Alten Strom.

„Derzeit dominiert die Wohnbebauung, es fehlen Erlebnisangebote“, sagt Heiko Schulze. „Wir wollen mit unseren Anregungen verhindern, dass die traditionelle Verkehrsfunktion überbaut wird.“

Hier setzen die Vorschläge der Warnemünder an: Als Magnet für Touristen eignet sich ein landschaftlich interessant angelegter Themenpark auf der Mittelmole, der auf die Historie des Ortes eingeht und alles Wichtige berücksichtigt von Wassersport bis zu anderen Freizeitangeboten. Herzstück ist ein Multifunktionsbau als zeitgemäßes Pendant zum Teepott. „Seine naturähnliche und hügelige Einbettung lässt im Gegensatz zu den Architekturentwürfen einen freien Blick auf den Alten Strom zu“, sagt Schulze. Der Rundbau soll Conexeum heißen, abgeleitet vom lateinischen Begriff „conexio“, der für Verbindung steht. Auf diesem Areal geht es um die Historie und Zukunft, um Verbindungen und Verbindendes: die Eisenbahn- und Fährverbindung zwischen Warnemünde und Skandinavien, die Verbindung von Alt und Neu. Zudem lässt sich hier die Geschichte der DDR-Grenze aufgreifen – auch das Ostseebad hatte seine Grenze mit Absperrungen und Mauern. Stadt und Wiro wollen ihren Funktionsplan beim Bürgerforum am 14. April präsentieren und diskutieren.

Danach kann er innerhalb des ordentlichen Bebauungsplanverfahrens zum qualifizierten B-Plan entwickelt werden. Der regelt das Baurecht, das für 2016 angestrebt wird. Erster Schritt ist laut Wiro die Herstellung der städtebaulichen Infrastruktur.

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